12. August 2019 / 12:52 Uhr

Rudi Völler stichelt gegen Europas Top-Ligen: "In Deutschland läuft alles sauber ab"

Rudi Völler stichelt gegen Europas Top-Ligen: "In Deutschland läuft alles sauber ab"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler ist nach wie vor von dem Produkt Bundesliga überzeugt.
Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler ist nach wie vor von dem Produkt "Bundesliga" überzeugt. © imago images / Jan Huebner
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Hat die Bundesliga im internationalen Vergleich an Bedeutung verloren? Nach Meinung von Rudi Völler ist dies nicht der Fall. Der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen hat sich im Rahmen einer Diskussionsrunde für die deutsche Beletage stark gemacht.

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Wie stark ist die Bundesliga im internationalen Vergleich? Mit dieser und anderen Fragen beschäftigten sich vor dem Saisonauftakt vier Entscheidungsträger von vier Westklubs im Rahmen einer Kicker-Diskussionsrunde. Neben Armin Veh von Aufsteiger 1. FC Köln, Gladbachs Max Eberl und Schalkes Jochen Schneider war auch Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler Teil der Runde.

Völler nutzte bei diesem Bundesliga-Gipfel die Gelegenheit, sich für das Produkt "Bundesliga" stark zu machen und trotz der Dominanz der englischen Premier League in den internationalen Wettbewerben auf die Stärken der deutschen Beletage hinzuweisen. Aus Sicht des früheren Bundestrainers hat die Bundesliga nach wie vor viele Vorteile gegenüber anderen Top-Ligen zu bieten - auch im Hinblick auf Transfers: "Jeder Spieler, jeder Berater weiß: Bei einem Transfer nach Deutschland läuft alles sauber ab, es wird pünktlich gezahlt, die Bundesligavereine wirtschaften ordentlich, da brauche ich mir keine Gedanken zu machen."

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Völler echauffiert sich über "typisch deutsche Diskussion"

Das Prinzip "Nicht mehr ausgeben als man einnimmt" werde laut Völler in Deutschland erfolgreich praktiziert und mache den Unterschied zu vielen Klubs in Italien und Spanien aus. Die Frage, ob dieses seriöse Wirtschaften zulasten der Wettbewerbsfähigkeit im Europapokal gehe, bezeichnete der 59-Jährige als "typisch deutsche Diskussion".

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"Wir haben in Deutschland mit dem FC Bayern einen Klub, der im Prinzip jedes Jahr die Champions League gewinnen kann", argumentierte Völler. Das Aus der Münchener im Achtelfinale der vergangenen Saison gegen den FC Liverpool ändert aus seiner Sicht nichts an dieser These. Völler habe jedenfalls noch nirgendwo gelesen, dass Paris Saint-Germain die Champions League gewonnen hat mit dem vielen Geld, das dem Verein zur Verfügung stünde.

"... und dann wird ganz schnell der deutsche Fußball zu Grabe getragen"

Zudem müsse der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen schmunzeln, dass der deutsche Fußball ganz schnell zu Grabe getragen werde, nur weil in der vergangenen Saison lediglich Eintracht Frankfurt ab dem Achtelfinale die Fahne der Bundesliga hochgehalten hatte. Die Hessen waren 2018/19 bis ins Halbfinale der Europa League vorgedrungen und dort am FC Chelsea gescheitert. "Bedenkt man, was unseren deutschen Vereinen an Geldern zur Verfügung steht, machen wir es ganz ordentlich", lautet das Resümee des früheren Weltklassestürmers.

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