18. Februar 2020 / 08:48 Uhr

Bayer-Boss Völler: Klinsmann hat Trainer-Job bei Hertha BSC "unterschätzt"

Bayer-Boss Völler: Klinsmann hat Trainer-Job bei Hertha BSC "unterschätzt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alte Weggefährten: Rudi Völler (l.) und Jürgen Klinsmann.
Alte Weggefährten: Rudi Völler (l.) und Jürgen Klinsmann. © imago images/Sven Simon
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Nach dem brisanten Rücktritt von Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann hat sich dessen Weggefährte Rudi Völler zu Wort gemeldet. Der frühere Sturmpartner und Vorgänger als DFB-Trainer zeigte wenig Verständnis für den vorzeitigen Abschied aus Berlin.

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Jürgen Klinsmann hat den Trainerjob bei Hertha BSC nach Ansicht von Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler "auch ein bisschen unterschätzt". Es sei etwas anderes "als Nationaltrainer, egal jetzt ob in Deutschland oder der USA", sagte Völler in der TV-Sendung 100% Bundesliga - Fußball bei Nitro. Klinsmann war in der Vorwoche nach nur zehn Spielen als Trainer der Berliner wieder zurückgetreten und hatte damit tagelange Diskussionen ausgelöst.

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Im Tagesgeschäft der Bundesliga müsse sich der Trainer "jeden Tag kümmern. Das ist eine große Aufgabe, auch den Dampfer zu lenken", erklärte Völler, der von 2000 bis 2004 Klinsmanns Vorgänger als Trainer der deutschen Nationalmannschaft war und als kongenialer Sturmpartner an der Seite Klinsmanns 1990 Weltmeister wurde.

Völler: Klinsmann-Rücktritt "war ein ungewöhnlicher Abgang"

Der 55-jährige Klinsmann hatte seine Arbeit in Berlin in der vergangenen Woche völlig überraschend via Facebook für beendet erklärt und dies auch mit Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Klubs begründet. „Es war schon ein etwas ungewöhnlicher Abgang“, sagte Völler. „Ich weiß nicht, ob es eine Kurzschlusshandlung war. Das weiß nur er selbst.“

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©

Der Ex-Bundestrainer betonte bei seinem Rücktritt den Wunsch nach mehr Kompetenzen, den ihm der Klub verwehrt hatte. "Da haben wir uns aufgerieben in vielen, vielen Nebenkriegsschauplätzen." Ihm sei "unglaublich aufgestoßen", dass ein Manager wie Michael Preetz - der ihn zuvor noch im SPORTBUZZER-Interview in höchsten Tönen gelobt hatte - auf der Bank sitze und seine Kommentare abgebe.

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