22. August 2020 / 06:00 Uhr

Rudi Völler bleibt im Transfer-Poker um Kai Havertz hart: Darum werden wir nicht nachgeben

Rudi Völler bleibt im Transfer-Poker um Kai Havertz hart: Darum werden wir nicht nachgeben

Andreas Kötter
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Rudi Völler spricht über die Zukunft von Kai Havertz.
Rudi Völler spricht über die Zukunft von Kai Havertz. © imago images/Poolfoto/dpa/Montage
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Bayer Leverkusens Geschäftsführer pocht auf den Wert des umworbenen Jungstars. Zum SPORTBUZZER sagt er: "Was Kai Havertz so interessant macht, ist die Tatsache, dass er auf vier oder fünf Positionen Weltklasse verkörpert".

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Zocken, um die Ablösesumme zu drücken? Im Fall des vor allem vom FC Chelsea umworbenen Kai Havertz hat Geschäftsführer Rudi Völler von Bayer Leverkusen dieser - vor allem in Corona-Zeiten beliebten - Taktik der Einkäufer einmal mehr einen Riegel vorgeschoben. "Es mag ja in Zeiten von Corona tatsächlich sein, dass die Ablösesummen für viele Spieler gesunken sind. Aber Corona hin, Corona her - bei solchen Ausnahmespielern wie Havertz oder Jadon Sancho ist das nicht der Fall. Für sie gibt es keinen Corona-Preisnachlass", sagte der 60-Jährige dem SPORTBUZZER.

Das komplette Interview mit Rudi Völler

Hintergrund: Supertalent Havertz gilt als ganz heiße Ware auf dem internationalen Transfermarkt. Als Wunschverein des 21 Jahre alten siebenmaligen Nationalspielers gilt Chelsea, das sich für seine Offensive bereits den bisherigen Leipziger Timo Werner angelte. Dass es Gespräche über einen Transfer gibt, hatte Völlers Geschäftsführerkollege Fernando Carro vergangene Woche dem Kölner Stadt-Anzeiger bestätigt. "Kai hat den Wunsch geäußert, den nächsten Schritt zu machen. Ob das schon in nächster Zeit klappen wird oder nicht, kann ich aktuell noch nicht sagen", sagte Carro.

Kai Havertz: Die Karriere des Leverkusen-Youngsters in Bildern

Kai Havertz hat schon in jungen Jahren bei Bayer Leverkusen und der deutschen Nationalmannschaft Eindruck hinterlassen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt seine Karriere in Bildern. Zur Galerie
Kai Havertz hat schon in jungen Jahren bei Bayer Leverkusen und der deutschen Nationalmannschaft Eindruck hinterlassen. Der SPORTBUZZER zeigt seine Karriere in Bildern. ©

Klar ist: Wenn Leverkusen Havertz ziehen lässt, will der Werksklub Geld sehen - und davon nicht zu wenig. Aktuell liegt der Marktwert des Profis laut des Portals transfermarkt.de bei 81 Millionen Euro. Bayer soll jedoch 100 Millionen fordern. Völler erklärt, warum: "Was Kai Havertz so interessant macht, ist die Tatsache, dass er auf vier oder fünf Positionen Weltklasse verkörpert." Zudem läuft der Vertrag des von vielen als künftiger Superstar der Branche gehandelten Havertz noch bis 2022. Und wie ist nun der Stand der Verhandlungen, Herr Völler? "Diesbezüglich gibt es nichts Neues, und wir sehen das alles nach wie vor sehr entspannt", sagte der Bayer-Boss dem SPORTBUZZER.

Völler über Havertz: "Wären sehr happy, wenn er noch ein Jahr bleiben würde"

Denn klar ist auch: Ein Havertz-Abgang ließe sich sportlich nicht mal so eben wegstecken. Das Eigengewächs trägt trotz Wechselwunsches Leverkusener DNA in sich, spielt bereits sein halbes Leben für die Rheinländer. Trotz seines jungen Alters absolvierte er bereits 150 Pflichtspiele für den Klub. Allein in der vergangenen Saison erzielte er in 45 Spielen 18 Tore, bereitete neun weitere Tore vor. Entsprechend hätte Bayer nichts dagegen, wenn er noch ein bisschen länger das Trikot der Leverkusener trägt. Völler: "Natürlich wären wir sehr happy, wenn er noch ein Jahr bleiben würde. Denn es ist doch klar, dass der Weggang eines solchen Spielers trotz hoher Ablösesumme zunächst immer einen Verlust darstellt – siehe Leipzig und Werner."