03. Januar 2021 / 13:27 Uhr

Rudi Völler kritisiert Transfer-Aussage von Schalke-Stürmer Mark Uth: "Nicht fordern, abliefern" 

Rudi Völler kritisiert Transfer-Aussage von Schalke-Stürmer Mark Uth: "Nicht fordern, abliefern" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mark Uth zieht durch seine Transfer-Forderung die Kritik von Rudi Völler auf sich.
Mark Uth zieht durch seine Transfer-Forderung die Kritik von Rudi Völler auf sich. © imago images/Nordphoto/Montage
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Die öffentliche Transfer-Forderung von Schalke-Angreifer Mark Uth kam nicht überall gut an. Leverkusen-Sportchef Rudi Völler kann den Aussagen des 29-Jährigen nichts Positives abgewinnen und übt im "Sport1-Doppelpass" deutliche Kritik.

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Der FC Schalke 04 konnte beim Debüt von Neu-Trainer Christian Gross einmal mehr nicht überzeugen. Die deutliche Pleite gegen Hertha BSC (0:3) und das inzwischen 30. Bundesliga-Spiel ohne Sieg rief nicht nur externe Kritiker auf den Plan. Harsche Töne kamen auch aus den eigenen Reihen: Schalke-Angreifer Mark Uth hatte im Anschluss der Partie sofortige Verstärkungen für den Kader gefordert. Für Leverkusen-Sportgeschäftsführer Rudi Völler geht das zu weit. "Ich mag ihn, er ist ein guter Spieler, aber manche Dinge stehen einem Spieler nicht zu", wurde der 60-Jährige im Sport1-"Doppelpass" deutlich.

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Uth hatte nach dem abermaligen sportlichen Tiefschlag, durch den das Bundesliga-Schlusslicht nur noch eine sieglose Partie vom Negativrekord Tasmania Berlins entfernt ist, offensiv für neue Spieler geworben. "Die Verantwortlichen müssen auf dem Transfermarkt tätig werden. Wir brauchen sofort Spieler, die uns sofort weiterhelfen", sagte der Ex-Nationalspieler bei Sky. Der vom FC Arsenal auf Leihbasis zurückgeholte Sead Kolasinac sei "ein guter Anfang" gewesen, meinte Uth.

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Obwohl Völler "viel von Uth" hält, konnte der Leverkusen-Boss für die öffentlichen Aussagen nur wenig Verständnis aufbringen. "Ich weiß, dass er es nicht so böse gemeint hat. Das sollte man aber normalerweise nicht machen", so Völler, der eine ebenso klare Ansage hinterherschob. "Nicht fordern, abliefern. Das macht mehr Sinn."



Schneider gibt Uth recht

Auch von Ex-Trainer und -Manager Stefan Effenberg bekam Uth Gegenwind. "Er schießt ja direkt auch seine Mitspieler an und im Endeffekt auch die Verantwortlichen, die den Kader zusammengestellt haben. Das macht man nicht als Spieler", schlug sich der 52-Jährige auf die Seite von Völler. Die Reaktion der S04-Verantwortlichen fiel jedoch versöhnlich aus. So gab Sportchef Schneider dem Angreifer mit dessen Einschätzung recht. "Mark ist ein toller Junge, ein hervorragender Spieler. Er interessiert sich auch für das große Ganze. Wir ziehen an einem Strang", machte er deutlich. S04 will tätig werden, erklärte Schneider. Und weiter: "Wir versuchen, die Mannschaft zu verstärken. Es ist aber nicht einfach bei den wirtschaftlichen Verhältnissen, die hier leider herrschen."