07. Januar 2020 / 09:35 Uhr

Rudi Völler über den Nübel-Transfer, einen Wechsel von Havertz und die Arbeit von Klinsmann bei der Hertha

Rudi Völler über den Nübel-Transfer, einen Wechsel von Havertz und die Arbeit von Klinsmann bei der Hertha

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rudi Völler spricht über Alexander Nübel, Kai Havertz und Jürgen Klinsmann
Rudi Völler spricht über Alexander Nübel, Kai Havertz und Jürgen Klinsmann © Getty/imago images/Laci Perenyi/Montage
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Bayer-Boss Rudi Völler analysiert den Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern. spricht über einen Transfer von Kai Havertz und beleuchtet die Situation von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC.

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Auch Rudi Völler betrachtet den Wechsel von Schalke-Torhüter Alexander Nübel zum FC Bayern mit Skepsis und sieht den 23-Jährigen angesichts des sich anbahnenden Konkurrenzkampfes mit Manuel Neuer in einer schwierigen Position. "Dass die Bayern gute Spieler holen, die auch noch ablösefrei sind, ist absolut nachvollziehbar. Allerdings ist Manuel Neuer für mich immer noch der beste Torwart der Welt, er ist nach seiner Verletzung stärker denn je und wird sicher noch einige Jahre spielen. Aber Nübel wird sich das mit seinem Berater-Team hoffentlich gut überlegt haben", sagte der Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen der Bild.

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Neuer hatte erst am Montag klare Signale in Richtung Nübel gesendet und betont, dass er keinen Zentimeter von seinem Stammplatz zurückweichen werde. Der Vertrag des Nationalkeepers in München läuft noch bis 2021. Auch wenn dem 33-Jährigen von den Bayern nach SPORTBUZZER-Informationen noch kein konkretes Angebot zur Verlängerung vorliegt, würde der deutsche Rekordmeister den Torhüter gern noch länger an sich binden. Sollte es dazu kommen, hätten sich Nübels Perspektiven in München weiter verschlechtert.

Völler spricht über Havertz-Transfer

Ein möglicher künftiger Teamkollege des Torwart-Duos steht derzeit noch bei Völlers Leverkusenern unter Vertrag: Kai Havertz. Der Nationalspieler gilt als größtes deutsches Talent und war bereits im vergangenen Sommer mit einem Wechsel zu den Münchnern oder einem anderen europäischen Top-Klub in Verbindung gebracht worden. Sein Abschied von Bayer nach Saisonende gilt als beschlossene Sache. Einen Zeitplan für einen etwaigen Transfer will Völler jedoch nicht benennen.

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"Wir haben keinen Zeitdruck, gehen alle ganz offen mit dieser Personalie um. Irgendwann wird es eine Entscheidung geben. Kai hat im Vergleich zum überragenden letzten Jahr keine so prickelnde Hinrunde gespielt. Aber er brennt und wird dank seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten eine tolle Rückrunde hinlegen", sagte der Manager. Will Havertz künftig für den neuen deutschen Meister spielen, ist für Völler klar, wohin die Reise des Mittelfeldspielers führen muss: Nach München.

Völler: "Bayern bleibt mein Favorit"

"Bayern bleibt mein Favorit. Das heißt nicht, dass dieser Favorit einfach so Meister wird. Die Bayern müssen ihren allerbesten Fußball zeigen, das ist klar. Dafür ist die Konkurrenz zu stark. Leipzig und Dortmund haben einen Schritt nach vorne gemacht, die Gladbacher in der Vorrunde mehr erreicht, als sie vielleicht selbst erwartet hatten", meint der 59-Jährige und wirft auch einen Blick auf seinen langjährigen Weggefährten aus aktiven Zeiten: Jürgen Klinsmann, der inzwischen bei Hertha BSC das Traineramt ausfüllt.

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Völler: "Jürgen hat schon einige Dinge bewegt, so wie es seine Art ist. Ob aber alles nachhaltig bleibt und am Ende von Nutzen ist oder nur als Aktionismus beurteilt wird, wird man sehen. Am Ende ist der Maßstab immer die Tabelle. Auf jeden Fall wird Hertha BSC jetzt ganz anders wahrgenommen." Möglicherweise auch von potenziellen Zugängen. Nachdem fest zu stehen scheint, dass Mario Götze den BVB im kommenden Sommer verlässt, dürften die Spekulationen um einen Wechsel des 27-Jährigen nach Berlin weiter an Fahrt aufnehmen.