26. August 2019 / 20:10 Uhr

Leverkusen-Boss Rudi Völler über mögliches Hoeneß-Aus: "Wird der Bundesliga fehlen"

Leverkusen-Boss Rudi Völler über mögliches Hoeneß-Aus: "Wird der Bundesliga fehlen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rudi Völler (links) hat sich über das möglicherweise bevorstehende Aus von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern geäußert.
Rudi Völler (links) hat sich über das möglicherweise bevorstehende Aus von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern geäußert. © 2019 Getty Images
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Am Donnerstag verkündet Uli Hoeneß in den Gremien des FC Bayern seine Entscheidung: Hört der Präsident tatsächlich auf und zieht sich zurück? Rudi Völler könnte die Entscheidung nachvollziehen und betont, welche Folgen ein Rückzug der Bayern-Legende hätte.

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Am 29. August ist es soweit: Uli Hoeneß wird den Gremien des FC Bayern mitteilen, wie seine Zukunft aussieht. Die Bild hatte Ende Juli über den wohl bevorstehenden Rückzug des Präsidenten und Aufsichtratsvorsitzenden der Münchner berichtet. Hoeneß selbst erklärte anschließend umgehend, dass er seine Entscheidung erst intern bekanntgeben wird. Rudi Völler hat nun Stellung zum möglichen Aus der FCB-Legende bezogen. "Es ist schwer vorzustellen, dass er nicht mehr dabei ist", sagte der Sportchef von Bayer Leverkusen beim Sky-Talk "Wontorra On Tour".

"Uli Hoeneß hat eine unglaubliche Vita. Ihm wird es fehlen, da bin ich mir sicher", erklärte Völler. Der 59 Jahre alte Ex-Profi hält sich mit einer endgültigen Aussage allerdings noch zurück: "Es hat noch nichts Offizielles gegeben. Noch ist nichts sicher." Dennoch betont Völler, was ein Hoeneß-Aus bedeuten würde. "Er wird der Bundesliga fehlen", sagte er.

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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern. ©

Völler über Hoeneß: "Wird sich immer zu Wort melden"

Einen kompletten Rückzug des amtierenden Bayern-Präsidenten kann sich der Leverkusen-Boss hingegen nicht vorstellen. "Ich glaube, dass Uli sich auch in Zukunft zu wichtigen Themen zu Wort meldet - unabhängig davon, in welcher Position er ist. Das ist auch gut so", meinte Völler.

Sein eigener Vertrag als Sport-Geschäftsführer beim Werksklub läuft noch bis Sommer 2022. "Den werde ich aller Voraussicht nach erfüllen", erklärte er. Auch wenn Völler in der Vergangenheit bereits kurz mit dem Gedanken gespielt habe, vorzeitig aufzuhören, sei er noch immer voll fokussiert. Trotzdem betonte der Ex-Nationalspieler: "Ich werde es nicht bis in alle Ewigkeit machen."

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Den Einschnitt für die Liga, sollten Hoeneß, FCB-Vorstandsboss Rummenigge (Vertrag bis Sommer 2021) oder er selbst einmal von der Bildfläche verschwinden, bewertet Völler gelassen. Auf die Frage, ob das Fußball-Oberhaus dadurch an Attraktivität verliert, sagte der Bayer-Chef: "Das glaube ich nicht. Das habe ich in diesem Geschäft gelernt. Es kommen andere nach. Es wird immer weitergehen."

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Nach dem überraschenden Aus seines "Fußballtalks" zum Ende der vergangenen Saison hat der Wontorra von Pay-TV-Sender Sky das neue Talkshow-Konzept verpasst bekommen. Bei "Wontorra On Tour" spricht der Moderator nicht in einem TV-Studio mit seinen Gästen. Stattdessen besucht "Wonti" seine Gesprächspartnern an ihrer Wirkungsstätte, die Übertragung findet in einem umgebauten Wohnmobil statt.