20. Mai 2022 / 08:50 Uhr

Meinung über Videobeweis geändert: Rudi Völler kann sich "nicht mehr vorstellen, dass er nicht mehr da ist"

Meinung über Videobeweis geändert: Rudi Völler kann sich "nicht mehr vorstellen, dass er nicht mehr da ist"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rudi Völler hat seine Meinung über den Videobeweis geändert.
Rudi Völler hat seine Meinung über den Videobeweis geändert. © IMAGO/Jan Huebner
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Bayer Leverkusens scheidender Geschäftsführer hat seine Meinung über den Videobeweis geändert. "Am Anfang war ich noch gegen den Videobeweis. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass er nicht mehr da ist", sagte Völler der Deutschen Presse-Agentur.

Rudi Völler hat seine Meinung über den Videobeweis grundlegend geändert. "Am Anfang war ich noch gegen den Videobeweis. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass er nicht mehr da ist", sagte der Fußball-Weltmeister von 1990, der bei Bayer Leverkusen mit dem Saisonende als Geschäftsführer ausgeschieden ist und einen emotionalen Abschied feierte, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

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In der Anfangsphase nach der Einführung hatte der scheidende Bayer-Geschäftsführer das Hilfsmittel noch als "Stimmungskiller" bezeichnet und gesagt: "Nach der Zeit vor dem Videobeweis sehne ich mich auch zurück. Es ist wie mit vielen Dingen: Wenn man sie erst einmal hat, kriegt man sie nicht mehr los." Nun räumte er nur ein, dass das technische Hilfsmittel "manchmal nervt. Man kann es immer noch besser machen, Menschen machen eben auch Fehler."

Allgemein habe sich der Fußball in den 45 Jahren, die er im Profi-Geschäft dabei sei, "natürlich verändert, sich modernisiert. Bei aller Tradition ist das auch wichtig", sagte der 62-Jährige: "Es gab weitere Veränderungen, die gut waren für den Fußball. Dass die Auswärtstor-Regel abgeschafft wurde, war höchste Zeit. Auch die fünf Auswechslungen sind eine gute Sache. Die Pandemie war für alle furchtbar. Das einzige, was sie für den Fußball gebracht hat, waren die fünf Auswechslungen. Ich hoffe, sie bleiben."

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Völler schließt Job als TV-Experte nicht aus

Derweil schließt Völler für die Zukunft ein Engagement als TV-Experte nicht aus. „Man soll nie nie sagen“, antwortete der 62-Jährige auf eine entsprechende Frage: "Aber erstmal beschäftige ich mich damit nicht." Völler war in den 90er-Jahren schon einmal Experte beim Sky-Vorgänger Premiere.

Unabhängig davon werde er sich aber auch in Zukunft das eine oder andere Mal öffentlich zu Wort melden, kündigte der Weltmeister von 1990 an. "Ich werde sicher auch mal ab und zu meine Meinung sagen, wenn ich das Gefühl habe, meinen Klub verteidigen zu müssen oder dass mal was Kritisches gesagt werden sollte", sagte er: "Aber, da kann man sich auf mich verlassen, alles mit einem gewissen Augenmaß. Und - ich bin sicher, dass ich das hinbekomme – auch nicht zu oft. Ich werde ganz sicher nicht den Besserwisser geben. Das auf keinen Fall."