18. September 2018 / 18:17 Uhr

Rudolf-Harbig-Stadion: Heimstätte von Dynamo Dresden hat ihren alten Namen zurück

Rudolf-Harbig-Stadion: Heimstätte von Dynamo Dresden hat ihren alten Namen zurück

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Den neuen Stadion-Namen konnten die Dynamo-Fans selbst wählen.
Den neuen Stadion-Namen konnten die Dynamo-Fans selbst wählen. © Mike Worbs
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Über 30.000 Fans des Dresdner Zweitligisten beteiligten sich an der Online-Abstimmung, die zwei Sponsoren des Clubs möglich machten.

Dresden. Die SG Dynamo Dresden spielt künftig wieder im Rudolf-Harbig-Stadion. Das gab der Präsident der Schwarz-Gelben, Andreas Ritter, am Dienstagabend vor dem Anpfiff des Zweitliga-Nachholers gegen den Hamburger SV bekannt. Damit ist die Zeit der Werbenamen vorüber und Dresden bekommt ein Stück seiner Fußballtradition zurück. Die Entscheidung fiel jedoch denkbar knapp aus. Demnach stimmten 54,34 Prozent der Befragten für Rudolf-Harbig-Stadion, 45,66 Prozent präferierten den Namen Dynamo-Stadion.

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Eigentlich sollte der Fußball-Tempel an der Lennéstraße längst wieder einen seiner historischen Namen tragen, denn die Dynamo-Sponsoren Drewag und Konsum wollten bereits am 1. September bekanntgeben, ob die gut 32 .123 Plätze bietende Arena nun wieder Rudolf-Harbig- oder Dynamo-Stadion heißen soll. Doch weil das Punktspiel gegen den HSV wegen der Großdemonstrationen in Chemnitz nicht ausreichend von der Polizei abgesichert werden konnte und verschoben werden musste, konnte das Geheimnis um den neuen (alten) Namen erst jetzt gelüftet werden.

DURCHKLICKEN: Ein Blick in die Dynamo-Geschichte

20. September 1967 - erstes Europapokalspiel der SG Dynamo Dresden gegen die Glasgow Rangers. Austragungsort war das Steyer-Stadion. (@ Archiv Dresdner Fußball-Museum) Zur Galerie
20. September 1967 - erstes Europapokalspiel der SG Dynamo Dresden gegen die Glasgow Rangers. Austragungsort war das Steyer-Stadion. (@ Archiv Dresdner Fußball-Museum) ©

Mit der Rückbenennung folgt Dresden einem Trend, der beim Dienstagsgegner in Hamburg erdacht wurde, denn dort kaufte 2015 ein Sponsor das Namensrecht an der WM-Arena von 2006 und erlöste das Volksparkstadion von den grausigen Umbenennungen in AOL-Arena, HSH-Nordbank-Arena und Imtech-Arena.


Populär waren die Werbenamen Glücksgas-Stadion und DDV-Stadion auch in Dresden nicht. Die Fans sehnten sich nach einem der früheren Namen. So verwundert es nicht, dass über 30. 000 von ihnen per Online-Abstimmung entschieden, wie ihr Stadion künftig heißen soll.