08. Oktober 2019 / 09:24 Uhr

Rückkehr zum alten System: Hannover Indians denken um 

Rückkehr zum alten System: Hannover Indians denken um 

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Hannover Indians bejubeln den Siegtreffer gegen Rostock. 
Die Hannover Indians bejubeln den Siegtreffer gegen Rostock.  © Florian Petrow
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Eigentlich wollen die Hannover Indians offensiver spielen und den Gegner mit Forechecking früh anlaufen. Doch Trainer Lenny Soccio änderte seine Taktik gegen Rostock gezwungenermaßen und kehrte zum alten System zurück - mit Erfolg. 

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Ihnen fiel ein solch großer Stein vom Herzen – gefühlt war dies über den Pferdeturm hinaus zu hören. Die Hannover Indians hatten in der Eishockey-Oberliga im vierten Saisonspiel den ersten Erfolg errungen. Fans, Spielern und Trainerteam der Indians merkte man die Erleichterung nach dem 2:1 gegen Rostock an. „Der Sieg war wichtig, wir hatten viel Druck“, sagte ECH-Trainer Lenny Soccio. Nach der Partie gab es drei Themen, die für Gesprächsstoff sorgten.

Systemänderung fruchtet

Die Systemänderung: „Wir haben einige Dinge korrigiert und werden Stück für Stück zurückkommen“, sagte Soccio. Klingt wie eine Kampfansage an die Konkurrenz, ist aber auch ein Wiederaufleben des alten Systems. Soccio wollte eigentlich offensiver spielen lassen, wie beim Fußball den Gegner mit Forechecking früh anlaufen und attackieren. Die personellen Sorgen habe ihn aber umdenken lassen. „Mit den vielen Ausfällen passt das neue System nicht. Das muss ich als Trainer sehen.“

Bilder vom Spiel der Eishockey-Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Rostock Piranhas

Robert Peleikis von den Hannover Indians hat Rostocks Keeper Jakub Urbisch überwinden. Zur Galerie
Robert Peleikis von den Hannover Indians hat Rostocks Keeper Jakub Urbisch überwinden. ©
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Daher spielen die Indians nun abwartender, konzentrieren sich mehr auf aggressive Arbeit in der neutralen Zone. Die Vorbereitung auf die Saison verlief zwar anders. „Aber ich habe viele Spieler im Kader, die das alte System schon kennen. Daher war es nicht schwer, wieder dorthin zurückzukehren“, sagt der Coach, der den Begriff von „Old-School-Hockey“ aber nicht hören will. „Wir fahren ja nicht rückwärts nur nach hinten, wollen weiterhin Gegner und Scheibe attackieren.“

Hufsky überzeugt

Der Torhüter: Der bisherige Ersatzmann Kristian Hufsky stand gegen Rostock zwischen den Pfosten und macht seine Sache gut. Inklusive der halben Stunde, die er am Freitag gegen Herne im Tor stand, hat er in 90 Minuten Eishockey nur zwei Treffer kassiert. Ein super Gegentordurchschnitt, für die kommenden Spiele ist das aber noch kein Freibrief, sagt Soccio. „Ich werde die Trainingswoche abwarten. Philip Lehr war in der Vorbereitung auch sehr stark.“

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Offensive kommt immer besser in Schwung

Die Sturmreihe: Kapitän Branislav Pohanka steht im Moment etwas neben sich. In die Bresche sprang eine Sturmreihe, die schon in ihrer Zusammensetzung überraschend ist: die beiden Ausländer Chad Niddery und Arnoldas Bosas zusammen mit Thomas Pape, der nicht gerade als Topscorer bekannt ist. „Mir fehlen zwei Stürmer. Thommy macht einen super Job“, sagt Soccio. Papes Reihe war die auffälligste gegen Rostock. Auch Niddery kommt immer besser in Schwung. Er ist kein 30-Tore-Mann, aber ein harter Arbeiter – das war gegen Rostock zu sehen. Seine Vorlage zum Siegtor von Bosas, als er von außen an einem Gegenspieler vorbei in die Mitte zog, war sehenswert.

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