06. Januar 2021 / 16:22 Uhr

"Rufschädigung": Südamerika-Verband kritisiert FA für Strafe gegen ManUnited-Profi Cavani

"Rufschädigung": Südamerika-Verband kritisiert FA für Strafe gegen ManUnited-Profi Cavani

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der südamerikanische Fußballverband kann die Strafe gegen Cavani nicht nachvollziehen.
Der südamerikanische Fußballverband kann die Strafe gegen Cavani nicht nachvollziehen. © imago images/PA Images
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Nach der von der FA verhängten Strafe für ManUnited-Stürmer Edinson Cavani schaltete sich nun der südamerikanische Verband CONMEBOL ein. Dabei übte der Verband scharfe Kritik an der Vorgehensweise der Engländer.

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Der südamerikanische Kontinentalverband CONMEBOL hat die vom englischen Fußballverband verhängte Strafe für Manchester-United-Stürmer Edinson Cavani scharf kritisiert und der FA "Ignoranz" vorgeworfen. Die Strafe berücksichtige nicht "die kulturellen Umstände und bestimmte Begriffe, die in Uruguay im täglichen Leben benutzt werden", teilte die CONMEBOL mit. Der Verband warnte, damit würden der Ruf und der gute Name des 33-Jährigen beschädigt. Cavani habe nie etwas getan, was als rassistisch interpretiert werden könne.

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Cavani war wegen eines Social-Media-Beitrags für drei Pflichtspiele gesperrt worden und muss eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Pfund (ca. 110 000 Euro) bezahlen. Die FA wertete seinen Instagram-Post als "beleidigend, missbräuchlich und unangemessen", weil er darin einen spanischen Begriff für Schwarze ("negrito") verwendet hatte. Der Stürmer betonte, dies sei als liebevoller Gruß an einen Freund gedacht gewesen. Das Wort hat in Südamerika eine andere Bedeutung als in Großbritannien und ist ein weit verbreiteter Begriff. Auch ManUnited stellte sich deshalb demonstrativ hinter Cavani, der seinen Beitrag nach einem Hinweis sofort gelöscht hatte.

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CONMEBOL fordert Aufhebung der Strafe

CONMEBOL betonte, man sei gegen jegliche Form des Rassismus. Doch anstatt Rassismus zu verurteilen, habe der englische Verband die Kultur und Lebensweise Uruguays diskriminiert, weil die FA nur die eigene "voreingenommene, dogmatische und ethnozentrische Sicht" und eine "subjektive Interpretation" zulasse, selbst wenn sie fehlerhaft sei. Conmebol rief die FA abschließend auf, den Entscheidungsprozess zu überprüfen und die Strafe für Cavani aufzuheben.

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