08. Januar 2020 / 10:20 Uhr

Rugby-Asse greifen nach Weltliga-Ticket und Olympia: "Das ist unser Traum"

Rugby-Asse greifen nach Weltliga-Ticket und Olympia: "Das ist unser Traum"

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Europameister Phil Szczesny von 78 (links) stoppt den Neuseeländer Sione Molia bei den Oktoberfest Sevens.
Europameister Phil Szczesny von 78 (links) stoppt den Neuseeländer Sione Molia bei den Oktoberfest Sevens. © imago images/Kessler-Sportfotografie
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Zwei Rugby-Europameister aus Hannover träumen mit der Siebener-Nationalmannschaft von der World Series und Olympia. Aber erst einmal geht´s ins Trainingslager. Phil Szczesny (Hannover 78) bereitet sich auf Teneriffa vor, Niklas Koch (Germania List) kommt später.

Die beiden Rugby-Europameister aus Hannover sind für das erste Trainingslager der Siebener-Nationalmannschaft nominiert gewesen. Phil Szczesny von Nordmeister 78 und Niklas Koch von Germania List sollten am Dienstag mit nach Teneriffa fliegen. Koch musste aus beruflichen Gründen jedoch absagen, er soll erst zum anschließenden Turnier in Neapel (14. Januar) reisen. Bundestrainer Damian McGrath hat insgesamt 16 Mann eingeladen, darunter auch Ex-Hannoveraner Bastian Himmer (RG Heidelberg).

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Ziel: Die World Series

Das große Ziel des „Wolfpack“ genannten deutschen Teams ist es, erstmals den Sprung in die World Series zu schaffen. Ein Aufsteiger wird beim weltgrößten Turnier ermittelt, den Hongkong Sevens. Dafür muss sich Deutschland aber auch erst qualifizieren, diese Regelung ist neu. Um in Hongkong dabei zu sein, muss der amtierende Europameister bei den Turnieren im chilenischen Vina del Mar (15. und 16. Februar) sowie in Montevideo in Uruguay (22. und 23. Februar) bestehen. Die Gegner sind nicht zu unterschätzen: Brasilien, Chile, Hongkong, Italien, Jamaika, Japan, Papua Neuguinea, Portugal, Tonga, Uganda, Uruguay und Simbabwe streiten um die acht Plätze.

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"Olympia ist unser Traum"

Zuletzt waren die Deutschen in Hongkong jeweils ganz knapp gescheitert. Der große Vorteil an der World Series im Siebener-Rugby: Die Kosten der jeweiligen Turniere trägt der Veranstalter – inklusive Anreise und Hotel für die Gästeteams. Das ist sehr wichtig, da der deutsche Verband chronisch klamm ist – wenngleich die olympische Variante vom DOSB gefördert wird. Zehn Turniere sind es in der laufenden Saison, gespielt wird unter anderem in Kanada, Singapur, Südafrika und Neuseeland.


Die World Series soll allerdings nur ein Schritt des „Wolfpack“ zur Teilnahme an den Olympischen Spielen sein. Das könnte aber frühestens 2024 klappen, den Sprung nach Tokio schafften die Deutschen nicht. „Olympia ist unser Traum, und unrealistisch ist das nicht“, sagt Sportsoldat Szczesny angesichts der Tatsache, dass Deutschland – anders als im traditionellen 15er-Rugby – längst Kontakt zur Weltspitze hat.

Beim Turnier in Neapel wird zudem ein deutsches Perspektivteam starten, dafür sind Daniel Koch und Maurice Riege (Germania), Jarrod Saul (78) sowie Felix Eilers (VfR 06 Döhren) nominiert worden.