27. September 2019 / 15:33 Uhr

Vor Derby mit 78: Rugby-Bundesligist Germania List fühlt sich vom Verband ausgenutzt 

Vor Derby mit 78: Rugby-Bundesligist Germania List fühlt sich vom Verband ausgenutzt 

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Spielszene aus dem hannoverschen Rugbyderby zwischen Hannover 78 und Germania List.
Spielszene aus dem hannoverschen Rugbyderby zwischen Hannover 78 und Germania List. © Petrow
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Derby-Zeit in der Rugby-Bundesliga: Hannover 78 gegen Germania List. Die Lage könnte unterschiedlicher nicht sein. 78 strotzt nach zwei Siegen vor Selbstbewusstsein. Währenddessen fühlt sich die Germania vom Verband ausgenutzt. 

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Die Frage stellt sich früh in der Saison: Wer kann Rugby-Nordmeister Hannover 78 überhaupt stoppen? Die Konkurrenz hat bereits geschwächelt, es gab knappe Resultate, nur 78 siegte jeweils überlegen. Die Blau-Weißen gehen favorisiert in das Stadtduell mit Germania List am Samstag (14 Uhr). „Wir sind sehr gut gestartet. Aber gegen Germania müssen wir uns immer auf etwas gefasst machen“, sagt Coach Steven Bouajila.

Bilder zum Rugby-Derby zwischen Hannover 78 und Germania List:

Eine klare Sache: Hannover 78 hat das Derby gegen Germania List locker gewonnen - und hofft nach dem Titel in der 1. Liga Nord nun auf den deutschen Meistertitel. Zur Galerie
Eine klare Sache: Hannover 78 hat das Derby gegen Germania List locker gewonnen - und hofft nach dem Titel in der 1. Liga Nord nun auf den deutschen Meistertitel. ©
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Pech bei 78

Zwei neue Südafrikaner sollten bereits am Dienstag eintreffen und mittrainieren, ihr Flug fiel aber aus. Daher werden sie gegen Germania noch nicht dabei sein, sondern sollen sich erst im Sturm in der zweiten Mannschaft beweisen. Pech hat zudem Tobias Haase gehabt, der zuverlässige Stürmer fällt mit einem Bänderriss im Knie für die Hinrunde aus. Haase trägt eine Schiene, operiert werden muss er nicht.

"Wir stehen prima da"

Dafür steht Nationalspieler Pascal Fischer nach Wadenbeinbruch aus der vergangenen Spielzeit vor seinem Comeback. Fischer war bereits für 78 II in der 2. Liga erfolgreich, der Neuling schlug Absteiger FC St. Pauli deutlich. „Wir stehen prima da, auch der Sieg unserer Zweiten hat uns gutgetan“, so Bouajila. 78 hat einen fast 50 Mann starken Kader, mit dem beide Teams bestückt werden.

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Germania muss auf die starken Gebrüder Daniel und Niklas Koch, die zum Kader des Siebener-Nationalteams gehören, verzichten. Sie sind mit dem Club der Besten der Deutschen Sporthilfe auf Fuerteventura, das ist der Lohn für ihre hervorragenden Leistungen. Deutschland gewann im Juli erstmals die EM im Siebener-Rugby (von 78 sind Phil Szczesny und Jarrod Saul zum Club der Besten eingeladen). „Das ist schade und schlechtes Timing“, sagt Lists Trainer Daniel Stephens.

"Wir bekommen nichts zurück dafür"

Germania stellt mit Henrik Meyer einen weiteren Europameister, der für Fuerteventura aber abgesagt hat. „Der Verband nimmt unsere Leute und sperrt sie für die meiste Zeit des Jahres. Wir bekommen nichts zurück dafür, fühlen uns ausgenutzt“, so Stephens. Die Lister sind dabei, sich von ihren Auswahlspielern zu emanzipieren. „Wir lernen das gerade, und es funktioniert schon besser. Aber das ist alles unglücklich“, betont Stephens. Den Listern fehlt auch Felix Hufnagel (Hüftprobleme).

Rugby Europameisterschaft in Hannover

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Rugby Europameisterschaft in Hannover © Hannoversche Allgemeine Zeitung

Etliche Ausfälle

Die SG SV Odin/VfR 06 Döhren hat am Sonntag (14 Uhr, bei Odin) den Berliner RC zu Gast. Mit dem ersten Punktgewinn wird es schwer für den Aufsteiger. Die SG hat etliche Verletzte und Ausfälle, jüngst musste die zweite Mannschaft die Partie bei 08 Ricklingen in der Verbandsliga absagen. Besonders in Sturmreihe eins und zwei schmerzen die Ausfälle. Trainer Antonio de Carvalho muss vier Schlüsselspieler ersetzen: „Die Lage ist schwierig. Aber wir haben hart gearbeitet und müssen dieses Hindernis nun überwinden.“ Immerhin sind Pa­trick Krome und Florian Haydukiewicz nach Schulterblessuren wieder im Training.

In der 2. Bundesliga Nord erwartet Hannover 78 II am Samstag (16 Uhr) Bremen 1860. Am Sonntag (14 Uhr) hat der DRC Hannover Aufsteiger Wiedenbrücker TV zu Gast.

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