27. Juni 2019 / 20:01 Uhr

Titel-Traum lebt dank Waldschmidt und Amiri: U21 überwindet Rumänien und steht im EM-Finale

Titel-Traum lebt dank Waldschmidt und Amiri: U21 überwindet Rumänien und steht im EM-Finale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutschen Spieler herzen den überragenden Luca Waldschmidt.
Die deutschen Spieler herzen den überragenden Luca Waldschmidt. © imago images / ZUMA Press
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Das spielfreudige Überraschungsteam aus Rumänien hat der deutschen U21 im EM-Halbfinale alles abverlangt. Am Ende sicherte sich das Team von Bundestrainer Stefan Kuntz aber nach einer Hitzeschlacht in Bologna das Finalticket und erhält sich die Chance auf die Titelverteidigung.

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Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat sich bei der EM in Italien und San Marino in einer intensiven Halbfinal-Partie gegen Rumänien durch ein 4:2 (1:2) das Ticket für das Finale gesichert. Bei knapp 40 Grad tat sich das Team von Bundestrainer Stefan Kuntz im Stadio Renato Dall'Ara in Bologna lange schwer und musste gegen die spielstarke Überraschungsmannschaft der Rumänen so manchen bangen Moment überstehen. Am Ende halfen nach zwischenzeitlichem Pausen-Rückstand drei Standard-Tore - zwei vom überragenden Luca Waldschmidt und eines von Nadiem Amiri, der schon die zwischenzeitliche Führung geschossen hatte.

Reaktionen auf den Final-Einzug der U21

Verlass war nicht nur auf Waldschmidt und Amiri, sondern auch auf Torwart Alexander Nübel, der mit starken Paraden in einer starken rumänischen Phase kurz vor der Pause zwischenzeitlich einen klareren Rückstand verhinderte. Im zweiten Halbfinale treffen am Abend Spanien und Frankreich aufeinander. Das Finale steigt am Sonntag in Udine.

Die Partie begann aus deutscher Sicht vielversprechend: Der Hoffenheimer Nadiem Amiri hatte in der 21. Minute mit einem tollen Sololauf samt Fernschuss das 1:0 für die deutsche Mannschaft erzielt, der Vorsprung hielt jedoch nur für kurze Zeit. Dann musste das im bisherigen Turnierverlauf starke DFB-Team von Bundestrainer Stefan Kuntz einen Strafstoß hinnehmen, der die Mannschaft in der Folge merklich verunsicherte.

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Finale! Die deutsche U21-Auswahl hat das Ticket im Halbfinale gegen Rumänien gelöst - und hier sind die Noten zum DFB-Auftritt in Bologna. Zur Galerie
Finale! Die deutsche U21-Auswahl hat das Ticket im Halbfinale gegen Rumänien gelöst - und hier sind die Noten zum DFB-Auftritt in Bologna. ©

Ausgleich durch Puscas-Elfmeter verunsichert DFB-Team

Nur fünf Minuten nach dem 1:0 der deutschen Mannschaft brachte Innenverteidiger Timo Baumgartl den starken rumänischen Spielmacher Hagi im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Orel Grinfeld aus Israel ließ die Szene zunächst weiterlaufen, weil George Puscas der Ball vor die Füße fiel. Der Angreifer traf jedoch nur den Außenpfosten. Dann erhielt Grinfeld ein Signal vom Videoassistenten - und entschied doch auf Elfmeter! Baumgartl sah außerdem die Gelbe Karte. Nübel war am Strafstoß dran, konnte diesen jedoch nicht parieren.

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Kurz vor der Pause gab es dann zwei Mal das Duell Puscas gegen Nübel. In der 44. Minute konnte der Palermo-Stürmer den Schalker-Schlussmann nach guter Flanke von Ivan per Kopf überwinden und Rumänien so zum 2:1 ballern (es war der erste Rückstand des DFB-Teams bei der EM), wenige Minuten später parierte Nübel in einer vergleichbaren Situation aber überragend. Zur Pause stand für die deutsche Mannschaft dennoch das 1:2 zu Buche.

Waldschmidt schießt drei Tore per Standard

Nach Wiederanpfiff steigerte sich Deutschland wieder und bekam nun seinerseits einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Dahoud von Hagi gefällt wurde. Waldschmidt (51.) verwandelte gegen Radu, der wie zuvor Nübel die Ecke hatte, den Ball aber nicht. Zwei Minuten später dafür schon: Amiri fand Waldschmidt in unmittelbarer Tornähe, doch der Freiburger fand diesmal im rumänischen Schlussmann seinen Meister.

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Das Spiel war nun offen, es gab Chancen auf beiden Seiten. Deutschland nahm den Kampf an, schoss nun aus allen Lagen (Waldschmidt in der 61., Öztunali in der 62. und Neuhaus in der 65. Minute), ließ jedoch die Präzision im Abschluss vermissen. Die dicksten Chance hatten Waldschmidt (Schlenzer vorbei am Tor) und der eingewechselte Lukas Nmecha, der nach einem 60-Meter-Zuspiel von Tah aus bester Position deutlich über das rumänische Tor schoss. Erst in der Schlussphase ging wieder war - und zwar einfach alles: Erst verwandelte Waldschmidt (90.) einen Freistoß direkt, dann tat es ihm Amiri wenig später gleich. Der Rumäne Pascanu sah wegen einer Notbremse gegen Nmecha die Rote Karte.

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