14. April 2022 / 10:43 Uhr

"Nicht förderlich": Ex-Bayern-Boss Rummenigge kritisiert Vertrags-Debatte um Müller, Neuer und Lewandowski

"Nicht förderlich": Ex-Bayern-Boss Rummenigge kritisiert Vertrags-Debatte um Müller, Neuer und Lewandowski

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der frühere Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (links) sieht die Vertragsdiskussionen um Thomas Müller, Manuel Neuer und Robert Lewandowski als nicht förderlich an.
Der frühere Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (links) sieht die Vertragsdiskussionen um Thomas Müller, Manuel Neuer und Robert Lewandowski als "nicht förderlich" an. © IMAGO/Sven Simon/Sportfoto Rudel (Montage)
Anzeige

Ex-Vorstandschef Karl-Heinz-Rummenigge hat die Vertragsdiskussionen beim FC Bayern um Stars wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski kritisiert. Diese seien im letzten Viertel der Saison "nicht förderlich", sagte Rummenigge in einem "Kicker"-Interview.

Der frühere Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hat sich kritisch zu der rund um den FC Bayern München schwelenden Debatte um mögliche Vertragsverlängerungen der Stars wie Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski oder auch Serge Gnabry geäußert. "Was natürlich auffällt: Es gibt ständig Vertragsdiskussionen in den Medien", sagte Rummenigge am Donnerstag in einem Kicker-Interview: "Wir sind im letzten Viertel der Saison, da ist das nicht förderlich, so kommt Unruhe in den Verein. Und die spürt man." Der 66-Jährige nannte neben dem Quartett um Neuer namentlich auch Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Kingsley Coman, die in den vergangenen Monaten allerdings neue, langfristige Arbeitspapiere erhalten haben.

Anzeige

Insbesondere um den zweimaligen Weltfußballer Lewandowski, dessen Kontrakt wie die von Neuer, Müller und Gnabry 2023 ausläuft, hatte es in den vergangenen Tagen Transfer-Wirbel gegeben. Berichten aus seiner Heimat Polen zufolge soll der 33-Jährige dem FC Barcelona seine Bereitschaft für einen Wechsel signalisiert haben. Der Zusatz, dass Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn, darüber bereits informiert sei, soll nach Informationen deutscher Medien jedoch unzutreffend sein. Kahn selbst hatte die Berichte um einen möglichen Lewandowski-Abschied am Dienstag vor dem Champions-League-Aus gegen den FC Villarreal vehement zurückgewiesen und gespottet: "Scheinbar gibt es einen Wettbewerb da draußen: Wer bringt die größte Nonsens-Geschichte über Robert Lewandowski."

FCB-Präsident Herbert Hainer äußerte sich gegenüber der Bild zurückhaltend zur Personalie des Torjägers. "Unsere sportliche Führung ist mit ihm im Austausch. Wir müssen uns da nicht treiben lassen und nicht immerzu Wasserstandsmeldungen abgeben. Sobald es etwas zu vermelden gibt, machen wir das", sagte Hainer über Lewandowski.

Anzeige

Rummenigge hofft, dass das Thema Verträge bald an Brisanz verliert. "Es ist nicht leicht, aber man muss ein Prozedere finden, damit das Thema entspannter wird. Man muss irgendwann wieder in Ruhe arbeiten können. Das betrifft allgemein den Fußball, und natürlich auch den FC Bayern als prominentesten Klub Deutschlands", betonte der Ex-Profi, der sich im vergangenen Sommer ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant aus dem Vorstand des FC Bayern zurückgezogen und die Geschäfte an seinen Nachfolger Kahn übergeben hatte.