18. Dezember 2019 / 12:32 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge über die Trainer-Pläne sowie die Bayern-Zukunft mit Kahn und ohne Hoeneß

Karl-Heinz Rummenigge über die Trainer-Pläne sowie die Bayern-Zukunft mit Kahn und ohne Hoeneß

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge hat sich in einem Interview ausführlich mit der Zukunft des FC Bayern beschäftigt.
Karl-Heinz Rummenigge hat sich in einem Interview ausführlich mit der Zukunft des FC Bayern beschäftigt. © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images/Montage
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Während Uli Hoeneß auf der Tribüne nicht mehr an der Seite von Karl-Heinz Rummenigge sitzt, wird Letzterer zeitnah mit der Einarbeitung seines designierten Nachfolgers Oliver Kahn beginnen. Im Interview mit der "Sport Bild" hat der Bayern-Boss in die Zukunft geblickt - auch in Bezug auf die Trainerfrage.

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Karl-Heinz Rummenigge bewertet das Beherrschen der deutschen Sprache als bedeutendes Kriterium für den künftigen Cheftrainer des FC Bayern München. „Natürlich ist das ein Vorteil. Wir hatten in den vergangenen zehn Jahren Top-Trainer wie van Gaal, Heynckes oder Guardiola. Das waren Trainer-Meilensteine, die ihre Fußspuren hinterlassen haben“, sagte der Münchner Vorstandschef Rummenigge im Interview der Sport Bild.

Einen weiteren Verbleib von Hansi Flick kann sich der 64-Jährige gleichwohl vorstellen. „Hansi ist ein anderer Typus, aber ich finde, er macht einen guten Job. Was wir brauchen, ist ein Trainer, der für Ballbesitzfußball auf dem Niveau eines van Gaal, Heynckes oder Pep Guardiola steht. Das ist die Philosophie von Bayern München“, sagte Rummenigge. Die wichtigste Qualität im Spiel sei „nicht exklusiv das nackte Ergebnis, sondern die Spielqualität. Man muss die Handschrift eines Trainers sehen. Und das ist bei uns wieder der Fall.“

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Die Führung des FC Bayern will sich nach dem letzten Bundesligaspiel vor der Winterpause am 21. Dezember gegen den VfL Wolfsburg zusammensetzen und dann eine Entscheidung fällen. Der 54-jährige Flick sitzt seit der Trennung von Niko Kovac Anfang November bei den Bayern als Cheftrainer auf der Bank.

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"Manchmal hat mir Uli einen schönen Bodycheck gegeben"

Während Flick also nach wie vor auf der Trainerbank Platz nimmt, hat Rummenigge auf der Tribüne inzwischen einen neuen Sitznachbarn. Seit dem emotionalen Abschied des ehemaligen Präsidenten Uli Hoeneß im Rahmen der Jahreshauptversammlung und der Ernennung von Herbert Hainer zum Nachfolger hat sich auch die Sitzordnung in der Allianz Arena geändert. Auch wenn laut Rummenigge "Uli und ich ein über Jahre eingespieltes Duo auf der Tribüne waren", sei es nicht wichtig, "wie wir da oben sitzen, sondern wie die Mannschaft auf dem Platz spielt".

Das Fernbleiben von Hoeneß als Sitznachbar wird sich für den Bayern-Boss in Zukunft jedoch auf jeden Fall bemerkbar machen - alleine aus physischer Sicht. "Manchmal hat er mir einen schönen Bodycheck gegeben, wenn wir ein Tor geschossen haben", erinnert sich der 64-Jährige an die Zeit mit Hoeneß, der immer "der emotionalere Part auf der Tribüne" war. Nach dessen Abschied werde es im Verein eine neue Aufgabenverteilung geben, die geregelt sei.

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So läuft die Einarbeitung von Oliver Kahn beim FC Bayern

Ab Anfang 2020 wird sich Rummenigge unter anderem auf die Einarbeitung von Oliver Kahn konzentrieren, der am 31. Dezember 2021 in die Fußstapfen des amtierenden Vorstandsvorsitzenden treten soll. "Oliver muss den FC Bayern jetzt noch einmal von der Pike auf kennenlernen", erklärt der FCB-Boss. Dies beinhalte auch die internationalen Aktivitäten des Klubs in den Büros in New York und Shanghai, die der ehemalige Weltklassetorwart besuchen werde.

Kahn, der bereits ab 1. Januar 2020 Mitglied des Vorstands sein wird, bekommt ein Büro im zweiten Stock an der Säbener Straße. Der Grund: "Alle Vorstandsmitglieder müssen auf einer Etage sein, das erleichtert die Zusammenarbeit. Manchmal kann man durch die offene Tür Dinge unkompliziert klären", so Rummenigge.