12. Juli 2020 / 16:39 Uhr

Rümpeler SV rüstet weiter auf und holt Verbandsliga-Stürmer vom SSV Pölitz

Rümpeler SV rüstet weiter auf und holt Verbandsliga-Stürmer vom SSV Pölitz

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Mit Marcel Noeske vom Verbandsligisten SSV Pölitz verstärkt der Rümpeler SV seinen Kader definitiv.
Mit Marcel Noeske vom Verbandsligisten SSV Pölitz verstärkt der Rümpeler SV seinen Kader definitiv. © Agentur 54°
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Der LN-Sportbuzzer führte ein Exklusiv-Interview mit dem Fußballobmann und Torhüter der ersten Herren, Lukas Tost. Neben Marcel Noeske vom SSV Pölitz kommt auch ein Trio vom VfL Oldesloe zum B-Klassen-Aufsteiger.

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Großen Grund zur Freude hatte die erste Herrenmannschaft des Rümpeler SV in dieser Saison. Nachdem man bereits 2018/2019 mit Rang Drei in der Kreisklasse C oben mitspielte, setzte man sich in dieser Runde gegenüber seinen Kontrahenten durch. Der RSV stieg letztlich als Erster hauchdünn vor Dauerkonkurrent SC Union Oldesloe in die B-Klasse auf. Der LN-Sportbuzzer traf sich mit Lukas Tost zum Interview. Der 21-jährige Stammkeeper der Stormarner bekleidet zusätzlich zu seinem Job zwischen den Pfosten auch den des Fußballobmanns bei den Grün-Weißen.

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David Sindt und Patrick Espe sind die Torgaranten des Rümpeler SV

LN-Sportbuzzer: Wie beurteilst Du den Saisonverlauf allgemein? Was hattet Ihr gerade Verfolger SC Union Oldesloe am Ende voraus?

Lukas Tost: Der Saisonverlauf war im Großen und Ganzen sehr gut. Bis auf das 0:4 gegen Union, das viel zu hoch war, haben wir alles gewonnen. Ein Stück weit haben wir aber auch von dem Rückzug vom SV Timmerhorn-Bünningstedt II profitiert. Letztendlich hat uns der Abbruch vielleicht auch etwas geholfen, wir hätten noch das entscheidende Rückspiel gegen Union gehabt. Wir haben uns das im Endeffekt aber auch erarbeitet. So sind die beiden richtigen Mannschaften aufgestiegen. In welcher Reihenfolge nun, war ein bisschen Glück.

LN-Sportbuzzer: Mit David Sindt (21 Tore) und Patrick Espe (20) habt Ihr gleich zwei der drei besten Torjäger der C-Klasse gestellt. Was zeichnet die Beiden aus und was für Spielertypen sind sie?  

Tost: Es ist natürlich mega geil, dass wir zwei solche Stürmer in unseren Reihen haben. Patrick Espe kennt man ja schon lange aus der Verbands- und Kreisliga, wo er auch immer seine Buden gemacht hat. Seine Schnelligkeit schafft ihm gegenüber vielen Verteidigern oft Vorteile. Er hat seine Trefferquote gehalten, daher ist er ein sehr wichtiger Spieler. Auch David bringt Erfahrung mit und spielt schon länger in Rümpel. Er ist ein komplett anderer Spielertyp als Patrick. Er kann den Ball gut festmachen und steht da, wo ein klassischer Mittelstürmer dann auch stehen muss.

Der Rümpeler SV hatte in der letzten Saison allen Grund zum Jubeln.
Der Rümpeler SV hatte in der letzten Saison allen Grund zum Jubeln. © Rümpeler SV

Große Harmonie innerhalb der Truppe mitentscheidend für den Aufstieg

LN-Sportbuzzer: Welche Spieler haben sich in der Saison ansonsten besonders hervorgetan oder positiv entwickelt?  

Tost: Da kann man natürlich schon David Sindt und Patrick Espe durch ihre Tore erwähnen. Die Truppe an sich hat aber auch klasse funktioniert. Einige haben schon höher gespielt, andere bisher nur in der Kreisklasse. Wir haben die Leute gut mitgenommen und es hat super harmoniert, wenn auch mal was nicht geklappt hat. Das haben die Jungs auch gespürt. Das hat uns definitiv auch zum Erfolg verholfen.

LN-Sportbuzzer: Was muss bei Euch trotz der zuletzt nur positiven Ergebnisse noch besser werden?  

Tost: Wir müssen die Spiele noch besser zu Ende spielen, auch wenn wir schon höher führen. Dann müssen wir noch mehr Tore drauflegen und nicht aufhören zu spielen. Das hat man beim Torverhältnis gesehen, dass Union es da deutlich besser gemacht hat. An der Chancenverwertung und der Festigkeit in der Defensive müssen wir noch ein bisschen arbeiten. Das sollten wir aber hinbekommen.

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Bisher für den Wiener Zweitligisten Floridsdorf am Ball, jetzt für den VfB Lübeck: Osarenren Okungbowa (M.). ©

Marcel Noeske spätestens im Winter für den Rümpeler SV am Ball

LN-Sportbuzzer: Wie schätzt Du das Niveau in der B-Klasse im Vergleich ein? Was ist Euer Saisonziel und welche Teams sind für Dich die Titelanwärter?  

Tost: Das Niveau ist denke ich schon um einiges höher. Mehrere Teams wollen in die A-Klasse aufsteigen. In der C-Klasse sind noch viele Freizeit- und Hobbykicker dabei. Das ist in der B-Klasse schon anders. Viele werden sagen, dass wir aufsteigen müssen. Union Oldesloe wird bestimmt wieder ganz oben mitspielen, aber auch der SSV Jersbek, der Tralauer SV oder der SV Hamberge III sind nicht zu vergessen. Schauen wir mal bis zur Winterpause, wie es läuft. Union ist für mich der klare Meisterschaftsfavorit in dieser Liga.

LN-Sportbuzzer: Welche Neuzugänge und Abgänge habt Ihr für 2020/2021?

Tost: Einziger Abgang ist Sascha Göttsche, der nur noch nebenbei ein bisschen kicken möchte. Wenn Not am Mann ist, hilft er weiterhin aus, was positiv zu erwähnen ist. Dennis Dabelstein kommt vom VfL Oldesloe, genau wie Marico Haese und Jerome Arps. Vom SSV Pölitz kommt Marcel Noeske, da sind wir aber noch in Gesprächen mit Pölitz. Wir hoffen, dass er schon in der Hinrunde für uns kicken kann, spätestens zur Rückrunde ist er dann einsatzbereit. Wir sind da aber zuversichtlich, dass wir uns mit dem SSV einigen können. Vielleicht kommen da noch zwei oder drei Spieler hinzu. Durch Corona hat sich das ja alles doch etwas verschoben.  

LN-Sportbuzzer: Wie setzt sich bei Euch das Funktionsteam zusammen? Wer ist für welche Aufgaben verantwortlich?

Tost: Wir haben für B-Klassen-Verhältnisse ein wirkliches großes Team hinter dem Team. Trainer bleibt Fred Hallier. Co-Trainer sind Hans-Jürgen Peinelt und Florian Wurch. Marco Szillat ist für die Keeper zuständig und Jörg Tost fungiert als Teammanager. Für die neue Saison suchen wir noch jemanden, der sich als Physiotherapeut zur Verfügung stellt.  

LN-Sportbuzzer: Was möchtest Du abschließend noch sagen?

Tost: Wer uns auf Facebook oder Instagram ein wenig verfolgt, der sieht, dass bei uns momentan sehr viel passiert. Das gab es in Rümpel so seit vielen Jahren nicht mehr und darauf sind wir wirklich sehr stolz. Genau so muss es in einem Dorfverein sein, dass sich jeder irgendwie beteiligt, ob auf oder neben dem Platz. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und den Zuschauern, die immer wieder dabei sind.