12. Juli 2019 / 18:09 Uhr

Runderneuertes Hansa-Team: Bescheiden, aber mit Ambitionen

Runderneuertes Hansa-Team: Bescheiden, aber mit Ambitionen

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Mit einer guten Teamchemie kann die Hansa-Kogge ihren Ambitionen gerecht werden.
Mit einer guten Teamchemie kann die Hansa-Kogge ihren Ambitionen gerecht werden. © Lutz Bongarts
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Rostocker starten mit einem Etat von 4,4 Millionen Euro und elf Neuzugängen in Saison

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Saisonauftakt für den FC Hansa Rostock. Nach zahlreichen Abgängen musste Trainer Jens Härtel bislang elf Neuzugänge integrieren. Die OZ fasst vor der Generalprobe gegen Hannover 96 (Sonnabend, 15 Uhr) alles Wesentliche zur neuen Mannschaft, zu Gegnern und zur Saison zusammen.

Die Mannschaft

(Fast) alle neu bei Hansa: Beim Koggenklub, der mit 25 Profis (Durchschnittsalter 24,9 Jahre) in die Saison startet, sind 15 Spieler von Bord gegangen. Mit Torhüter Ioannis Gelios (zu Holstein Kiel), Abwehrchef Oliver Hüsing (Heidenheim), Torjäger Cebio Soukou (Arminia Bielefeld) und Mittelfeld-Mann Marcel Hilßner (zu Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn) haben die Hanseaten mehrere Leistungsträger ziehen lassen müssen.

Ob sich unter den (bislang) elf Neuverpflichtungen adäquater Ersatz befindet, muss sich erst noch herausstellen. Hansas neuer Torhüter Markus Kolke – zuvor Stammkraft bei Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden und dort überraschenderweise ohne weitere Verwendung – ist definitiv eine Verstärkung.

Bis auf den Keeper, Korbinian Vollmann (vom SV Sandhausen/2.Liga), Adam Straith (aus Lotte/3.Liga), Nils Butzen (vom 1. FC Magdeburg/Zweitliga-Absteiger) und Nico Neidhart (vom niederländischen Erstligisten FC Emmen) setzt Hansa auf Talente aus der Regionalliga – in der Hoffnung, dass einem oder mehreren der Durchbruch gelingt.

Mit einem Lizenzspieler-Etat von 4,4 Millionen Euro gehören die Norddeutschen nicht zur Spitze der Liga: Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt plant beispielsweise mit 18 Millionen, der KFC Uerdingen mit mehr als acht und der Hallesche FC mit immerhin 7,2 Millionen (davon ca. 4,9 Millionen für das Profi-Team).

Diese Spieler haben für die Saison 2019/20 einen Vertrag beim FC Hansa Rostock (Stand: 25. Juni):

Bricht nach acht Jahren in Wiesbaden seine Zelte ab und wechselt zu Hansa Rostock: Torhüter Markus Kolke. Zur Galerie
Bricht nach acht Jahren in Wiesbaden seine Zelte ab und wechselt zu Hansa Rostock: Torhüter Markus Kolke. ©
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Die Vorbereitung

Hansa hat neun Testspiele bestritten (bislang fünf Siege/ ein Unentschieden/ zwei Niederlagen/ 36:9 Tore).

Vor allem das 0:0-Unentschieden beim Oberligisten Greifswalder FC sorgte im Umfeld für Diskussion. Der Trainer übte Kritik am Team, zählte einzelne Spieler an. Klubchef Robert Marien meint dennoch: „Testspiele sind kein Indiz für die Wettbewerbsfähigkeit in der Saison.“

Das Saisonziel

Nachdem die Rostocker im Vorjahr den Aufstieg als Ziel ausgegeben, aber verfehlt hatten, gehen sie nun mit der Formulierung von Saisonzielen defensiver um. Minimalziel: nicht schlechter als Platz sechs.

Mit der Zurückhaltung wollen die Klub-Verantwortlichen vor allem Druck von den Spielern nehmen. Die Strategie: schnellstmöglich die Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Sollte das Team im Frühjahr in Reichweite der Aufstiegsplätze sein, wird das Saisonziel nach oben korrigiert.

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Liga und Kontrahenten

In der 3. Liga tummelt sich jede Menge (ehemalige) Erst- und Zweitliga-Prominenz: zehn ehemalige Bundesligisten und 18 Ex-Zweitligisten gehören zum Feld und starten mit dem Anspruch, wieder höherklassig zu spielen.

Der Kreis der Aufstiegsanwärter ist groß: Ingolstadt, Magdeburg, Duisburg, Uerdingen, Braunschweig, Kaiserslautern, Halle und Würzburg starten mit großen Ambitionen.

Für einige von ihnen ist der Aufstieg fast schon Pflicht, um finanziell zu überleben. Klubs wie Uerdingen, 1860 München und Kaiserslautern werden mit Millionenzuschüssen von Investoren unterstützt.

Die Fans

Trotz des verpassten Aufstiegs – die Anhängerschaft der Rostocker wird größer: Der Zuschauerschnitt stieg in der vergangenen Saison auf mehr als 14 000 pro Heimspiel. In dieser Spielzeit könnten es 15 000 werden - vorausgesetzt es gibt sportlichen Erfolg.

Im Dauerkartenverkauf steuert Hansa auf Rekordkurs: Aktuell sind 4500 Plätze für die komplette Saison vergeben. Im Vorjahr waren es insgesamt 3800.

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