25. März 2021 / 23:47 Uhr

Abrechnung mit dem DFB: Uli Hoeneß schießt gegen Curtius und Co. - Rummenigge als FIFA- und UEFA-Vertreter?

Abrechnung mit dem DFB: Uli Hoeneß schießt gegen Curtius und Co. - Rummenigge als FIFA- und UEFA-Vertreter?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß (Kreis, Mitte) hat unter anderem DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (links) scharf kritisiert und gleichzeitig Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge für einen DFB-Posten ins Spiel gebracht.
Uli Hoeneß (Kreis, Mitte) hat unter anderem DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (links) scharf kritisiert und gleichzeitig Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge für einen DFB-Posten ins Spiel gebracht. © IMAGO/Sven Simon/ActionPictures/MartinHoffmann/Montage
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Uli Hoeneß hat den DFB massiv kritisiert und ist Präsident Fritz Keller in dessen Zwist mit dem Generalsekretär Friedrich Curtius zur Seite gesprungen. Zudem brachte er Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge als DFB-Vertreter bei FIFA und UEFA ins Spiel.

Schonungslos und Abteilung Attacke pur! Uli Hoeneß hat in seiner Funktion als Experte beim TV-Sender RTL zu einem Rundumschlag gegen den Deutschen Fußball-Verband (DFB) ausgeholt und Friedrich Curtius und Co. massiv kritisiert. Für DFB-Präsident Fritz Keller erhofft er sich derweil mehr Rückendeckung. Zudem bringt er den aktuellen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge als DFB-Vertreter bei der FIFA und der UEFA ins Spiel.

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"Die frühe Entscheidung von Joachim Löw muss dazu führen, die derzeitige Führungsstruktur beim DFB zu überdenken", sagte Hoeneß und fand harte Worte: "Es ist ein Trauerspiel, was da abgeht." Und weiter: "Die streiten ja wie die Besenbinder. Es geht um Postenschacherei und Macht. Denen geht es nicht um Fußball."

Hoeneß kritisierte massiv den tobenden Machtkampf beim größten Sportverband der Welt. Hinter den Kulissen sollen sich DFB-Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius heftig auseinandersetzen. Hoeneß sprang nun Keller bei: "Bei der Wahl von Fritz Keller wurden dessen Befugnisse beschnitten. Der Generalsekretär wirkt aber völlig überfordert in dieser Position." Auch von Schatzmeister Stephan Osnabrügge hält der ehemalige Präsident des FC Bayern nicht viel und macht ihn mitverantwortlich für die Steuerprobleme des DFB. "Die Steuerfahndung geht beim DFB ein wie der Briefträger", klagte Hoeneß.

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Doch damit nicht genug: Vizepräsident Rainer Koch bekam ebenfalls sein Fett weg. "Rainer Koch glaubt, dass er eigentlich der Präsident wäre. Die ewig Unzufrieden versuchen hier das Geschäft zu machen. Der Leidtragende ist Fritz Keller. Wenn sich da nicht eine Lösung findet, wird es problematisch", so Hoeneß. "Es muss klar sein, wer der Chef ist. Das ist der Präsident, deshalb haben sie ihn gewählt. Aber er bekommt ja nur Knüppel zwischen die Beine geworfen."

Hoeneß bringt Rummenigge als DFB-Vertreter bei FIFA und UEFA ins Spiel

So würde der DFB auch auf internationaler Ebene kein gutes Bild abgeben - zumal der größte Sportverband dort aus seiner Sicht von den falschen Personen vertreten wird. Bei der FIFA soll Ex-Schalke-Boss Peter Peters für den FIFA-Rat kandieren, bei der UEFA steht Koch vor der Wiederwahl. Für Hoeneß ist das nicht akzeptabel, weshalb er ein andere Person für beide Positionen ins Spiel bringt. "Mein Vorschlag: Karl-Heinz Rummenigge soll nach seinem Ende beim FC Bayern beide Ämter bei der FIFA und der UEFA übernehme", sagte Hoeneß. Dieser wäre der beste Vertreter im internationalen Fußball, weil er ein gute Netzwerk habe und ein anerkannter Fachmann sei. "Ich glaube, er würde sich schon geehrt fühlen. Er würde den deutschen Fußball einen fantastischen Gefallen tun."