15. November 2019 / 14:13 Uhr

Russland droht Olympia-Ausschluss für Tokio 2020: WADA-Komitteechef Taylor schließt harte Strafe nicht aus

Russland droht Olympia-Ausschluss für Tokio 2020: WADA-Komitteechef Taylor schließt harte Strafe nicht aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Russische Athleten könnten von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ausgeschlossen werden. Der Grund: Die russische Anti-Doping-Agentur soll Daten gefälscht haben. 
Russische Athleten könnten von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ausgeschlossen werden. Der Grund: Die russische Anti-Doping-Agentur soll Daten gefälscht haben.  © imago images/Beautiful Sports/montage
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Werden russische Athleten komplett von Olympia 2020 in Tokio ausgeschlossen? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell die Welt-Anti-Doping-Agentur. In einem Interview schloss Komitteechef Jonathan Taylor harte Strafen für Russland nicht aus. Er bestätigte, dass an Daten der russischen Anti-Doping-Agentur Änderungen vorgenommen wurden. 

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Wenn es um Doping geht, steht Russland schon seit langer Zeit in der Kritik. Jetzt muss das Land aber mehr als bisher mit harten Konsequenzen rechnen. Es droht sogar der Olympia-Ausschluss. Der Grund: Doping-Daten der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA sollen gefälscht worden sein. Die Sanktion müsste so stark sein, um die RUSADA, „aber auch diejenigen zu überzeugen, die die RUSADA unterstützen, ihren Verpflichtungen nachzukommen“, erklärte Jonathan Taylor, Vorsitzender der unabhängigen Prüfkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur, im Interview der ARD-Sportschau.

WADA erkennt Verfälschung - RUSADA spricht von technischen Problemen

Taylor bestätigte, dass die aus Moskau stammenden Daten „nicht authentisch und nicht vollständig“ seien. Und weiter: „Es wurden einige Änderungen vorgenommen.“ Der russische Sportminister Pawel Kolobkow wies die Vorwürfe jedoch zurück und beteuerte, dass nichts gelöscht worden sei. Stattdessen war von "technische Probleme" die Rede.

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Laut Taylor werden nun WADA-Experten mit russischen Computerspezialisten zusammentreffen. Danach gehe ein Bericht an ihn, den er mit seinen Kollegen im Prüfkomitee am Sonntag beraten wird. Direkt nach der Sitzung werde es eine Empfehlungen an die WADA-Exekutive geben, die über eine mögliche Sanktion entscheiden muss. Wann ist noch unklar.

Ausschluss von Olympia in Tokio denkbar

Die Konsequenzen könnten unter anderem sein, dass keine internationalen Sportveranstaltung mehr in Russland stattfinden könnten. Außerdem könnten Funktionäre und Athleten von internationalen Events wie den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden. Für Taylor liegt genau so eine Bestrafung im Bereich des Möglichen.

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Der RUSADA wird vorgeworfen, dass sie Tausende Testresultate von russischen Athleten verfälscht haben sollen. Bei der jüngsten Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha sind zuletzt 29 russische Athleten unter neutraler Fahne an den Start gegangen. Diese Regelung gilt seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro auch für andere internationale Wettkämpfe wie WM und EM.

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