26. November 2019 / 17:57 Uhr

Doping-Manipulation: Russland muss um EM-Teilnahme 2020 bangen - Keine Spiele in St. Petersburg?

Doping-Manipulation: Russland muss um EM-Teilnahme 2020 bangen - Keine Spiele in St. Petersburg?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Stadion von St. Petersburg ist als Spielstätte für die EM 2020 vorgesehen. Jedoch ist unklar, ob Russland bei dem Turnier in Erscheinung treten kann.
Das Stadion von St. Petersburg ist als Spielstätte für die EM 2020 vorgesehen. Jedoch ist unklar, ob Russland bei dem Turnier in Erscheinung treten kann. © imago images/Picture Point LE
Anzeige

Hat der Doping-Skandal um Russland auch Auswirkungen auf die Europameisterschaft 2020? Der russischen Nationalmannschaft, die sich bereits für die EM qualifiziert hat, droht der Ausschluss aus dem Turnier - auch als Mit-Ausrichter. Die UEFA reagiert.

Anzeige
Anzeige

Russland erwartet für die dreiste Manipulation von Dopingdaten aus dem Moskauer Labor harte Sanktionen: Das Land muss wohl keinen kompletten Olympia-Ausschluss mehr fürchten, aber stattdessen soll Russland vier Jahre lang als Veranstalter von der Sportlandkarte gestrichen werden und die Athleten weder bei einer WM, EM oder den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und 2022 in Peking unter der russischen Fahne starten dürfen. Das empfahl die unabhängige Prüfkommission (CRC) der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am Dienstag. Bedeutet: Russland droht kurz vor der Auslosung am Samstag (18 Uhr) das vorzeitige EM-Aus - auch als Ausrichter.

Europameisterschaft 2020: Diese Teams sind qualifiziert

Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. Zur Galerie
Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. ©
Anzeige

Russland hat sich als Gruppenzweiter für die EM 2020 qualifiziert

Endgültig wird das WADA-Exekutivkomitee am 9. Dezember in Paris entscheiden. „Die Sportwelt steht an einem Scheideweg“, sagte Dagmar Freitag, Sportausschussvorsitzende im Bundestag. Die erste Folge der Empfehlungen könnte das plötzliche Aus der russischen Nationalmannschaft für die EM 2020 und die Verlegung der Spiele in St. Petersburg haben, die dann eigentlich nicht dort stattfinden dürften. Der europäische Fußball-Verband reagierte bereits in einem ersten Statement: „Die UEFA gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Kommentare ab“, teilte der EM-Organisator mit.

Mehr vom SPORTBUZZER

Russland hatte sich als Gruppenzweiter hinter Belgien souverän mit acht Siegen in zehn Quali-Partien sicher für die EM 2020 qualifiziert. Weil St. Petersburg Austragungsort von drei Vorrundenspielen (und eines Viertelfinals) ist, sind die Russen bereits in Gruppe B mit Mit-Ausrichter Dänemark und Belgien als Gruppenkopf gesetzt. Am Samstag wird die Gruppe dann per Auslosung vervollständigt. Aufgrund des komplizierten Los-Verfahrens sind nur Wales oder Finnland als Gegner möglich.

FIFA reagiert auf Empfehlung: Darf Russland nicht an der WM 2022 teilnehmen?

Auch die FIFA reagierte mit einem Statement: Schließlich steht auch die Teilnahme an der WM 2022 in Katar infrage: "Wir werden die abschließenden Überlegungen des WADA-Exekutivkomitees in dieser Angelegenheit abwarten, bis die FIFA eine mögliche wichtige Entscheidung trifft", teilte der Weltverband mit.

Infantino zu WM 2022 in Katar: 'Muss besser als Russland werden'

Falls die WADA den Empfehlungen folgt und die vorgeschlagenen Sanktionen verhängt, hat die vor einer erneuten Sperre stehende russische Anti-Doping-Agentur RUSADA 21 Tage Zeit, die Entscheidung zu akzeptieren. Ansonsten wird der Fall dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne übergeben.

Unterdessen wehrt sich Russland dagegen, an den Pranger gestellt zu werden. „Manche möchten Russland in die Lage eines Beschuldigten drängen – in allem und überall“, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Es könne nicht sein, dass Russland immer schuld sei und gegen alles verstoße, „und alle anderen nach den Regeln leben, die sie selbst aufgeschrieben haben“. Er forderte einen ehrlichen Dialog auf Augenhöhe.

Niko Kovac, Mauricio Pochettino & Massimiliano Allegri: Diese Trainer sind aktuell ohne Verein

Niko Kovac, Mauricio Pochettino und Massimiliano Allegri sind nur drei große Namen unter den aktuell vereinslosen Trainern im Profifußball. Der SPORTBUZZER hat eine Auswahl zusammengestellt. Zur Galerie
Niko Kovac, Mauricio Pochettino und Massimiliano Allegri sind nur drei große Namen unter den aktuell vereinslosen Trainern im Profifußball. Der SPORTBUZZER hat eine Auswahl zusammengestellt. ©
Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN