06. Mai 2019 / 18:27 Uhr

Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für russische Nationalspieler

Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für russische Nationalspieler

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der russische Profi Alexander Kokorin wird in Handschellen durch ein Gerichtsgebäude in Moskau geführt.
Der russische Profi Alexander Kokorin wird in Handschellen durch ein Gerichtsgebäude in Moskau geführt. © imago images / ITAR-TASS
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Wegen eines Prügel-Skandals droht den Ex-Nationalspielern Alexander Kokorin und Pavel Mamaev nicht nur eine lange Gefängnisstrafe, sondern auch eine lebenslange Sperre.

Wegen einer möglichen Verwicklung in mehrere Schlägereien in Moskau fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe für die beiden russischen Nationalspieler Alexander Kokorin und Pavel Mamaev. Nach dem Willen der Ermittler sollen die beiden Sportler für etwa anderthalb Jahre hinter Gitter, wie die Agentur Interfax am Montag meldete. Die beiden Fußballer sitzen bereits seit längerer Zeit in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungen gegen Kokorin und Mamaev dauern bereits mehrere Monate. Die beiden sollen im Oktober 2018 in einem Café und in einem Restaurant in Moskau mehrere Menschen angegriffen und verletzt haben. "Ich schäme mich", sagte Kokorin laut Nachrichtenagentur TASS bei der Verhandlung Ende 2018. Mamaev entschuldigte sich für seine "skandalösen Taten", wie er sie selbst bezeichnete: "Ich bin bereit, den erlittenen moralischen und materiellen Schaden wieder gut zu machen. Ich hätte das nicht tun dürfen."

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Kokorin und Mamaev wurden vor der WM aus dem Kader geworfen

Stürmer Kokorin von Zenit St. Petersburg und Mittelfeldspieler Mamev von FC Krasnodar spielten jahrelang in der russischen Nationalmannschaft, wurden aber für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland nicht berücksichtigt.

Sportminister Pavel Kolobkov drohte bereits vor Monaten harte Konsequenzen an. Er beruft sich auf ein Video, das in den Medien kursiert und die Spieler von Zenit St. Petersburg und FK Krasnodar wohl identifiziert. Dort ist unter anderem zu sehen, wie Stühle durch das Café in Moskau fliegen. "Es spielt keine Rolle, wer es ist – Fußballspieler, normale Bürger – alle müssen Gesetze einhalten", sagte Kolobkov dem Sender Russija 24.

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