20. Juni 2020 / 12:12 Uhr

Russland: Rostov-Jugend muss wegen Corona in 1. Liga ran - Paraden-Rekord für Torwart trotz 1:10-Pleite

Russland: Rostov-Jugend muss wegen Corona in 1. Liga ran - Paraden-Rekord für Torwart trotz 1:10-Pleite

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rostov-Torhüter Denis Popov kassierte gegen Sotschi zehn Gegentore - und stellte trotzdem einen Paraden-Rekord auf. 
Rostov-Torhüter Denis Popov kassierte gegen Sotschi zehn Gegentore - und stellte trotzdem einen Paraden-Rekord auf.  © imago images/ITAR-TASS
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Weil sechs Spieler des FK Rostov positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, musste die gesamte Mannschaft in Quarantäne. Zum Neustart der Premjer Liga in Russland gegen Sotschi musste deshalb die Jugend antreten – und ging mit 1:10 unter. 

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Der Neustart in der russischen Premjer Liga geriet am ersten Spieltag seit Mitte März zur Farce. Der FK Rostov musste mit der Jugend gegen die Profis von PFK Sotschi antreten und ging prompt mit 1:10 unter. Besonders kurios: Denis Popov, der erst 17-jährige Torhüter des Klubs, stellte trotz der zehn Gegentore mit 15 Paraden einen neuen Liga-Rekord auf. Grund für die ungleiche Kräfteverteilung ist das Coronavirus, das in Russland nach wie vor fest im Griff hat.

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Gleich sechs Rostov-Spieler wurden vor dem ersten Spieltag des Neustarts positiv getestet, die gesamte erste Mannschaft musste anschließend in Quarantäne. Die Nachwuchsspieler gingen nach nur einer Minute in Sotschi sogar in Führung, brachen aber gegen ihre deutlich älteren und erfahreneren Gegenspieler schnell ein. "Sotschi hat unser Angebot, das Spiel zu verschieben, abgelehnt; genau das ist der Grund, warum diese jungen Spieler im Alter von 16 bis 19 Jahren antreten mussten", hieß es in einem Statement des FK Rostov.

Fortsetzung oder Abbruch: So ist der Stand in den internationalen Topligen

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Der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist umstritten. Russland ist weiterhin eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder der Welt. Noch am Freitag wurden fast 8000 Neuinfektionen gemeldet, nach den USA und Brasilien wurden laut Johns Hopkins Universität nirgendwo so viele Fälle registriert wie hier. Nach offiziellen Angaben sind bislang 8000 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit Covid-19 verstorben.