09. Mai 2019 / 19:06 Uhr

Ab nach Doha? Luna Bulmahn und Ruth Sophia Spelmeyer wollen zur WM!

Ab nach Doha? Luna Bulmahn und Ruth Sophia Spelmeyer wollen zur WM!

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Big in Japan: Luna Bulmahn (links) und Ruth Sophia Spelmeyer bei der Staffel-WM.
Big in Japan: Luna Bulmahn (links) und Ruth Sophia Spelmeyer bei der Staffel-WM. © privat
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Hannovers Toplangsprinterinnen Ruth Sophia Spelmeyer und Luna Bulmahn haben ein großes Ziel: Sie wollen zur Weltmeisterschaft im Herbst in Doha. Bundestrainerin Claudia Marx ist nach dem Trainingslager im japanischen Okinawa guter Dinge: "Ich traue unseren Frauen die Qualifikation zu."

Hannovers Toplangsprinterinnen Ruth Sophia Spelmeyer und Luna Bulmahn wollen ihren Lohn einfahren. Drei Wochen waren sie im Trainingslager im japanischen Okinawa. Am Donnerstag ging es nur noch kurz mit dem Flieger weiter nach Yokohama. Dort beginnen morgen die World Relays – inoffizielle Staffel-Weltmeisterschaft über die Strecken 4x100, 4x200 und 4x400 Meter.

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Die Bundestrainerin ist guter Dinge

Bei der ersten großen internationalen Meisterschaft des Jahres gilt es vor allem, im Duell mit den Besten der Welt einen Finalplatz und damit die Qualifikation für die WM im Herbst in Doha zu ergattern. Die neue Bundestrainerin Claudia Marx, einst selbst Staffel-Europameisterin, ist zuversichtlich. „Ich traue unseren Frauen die Qualifikation zu“, sagte sie. Alle Finalisten sowie zwei weitere zeitschnellste Quartetts lösen das Ticket.

In welcher Langsprint-Staffel die beiden Hannoveranerinnen laufen, ist noch offen. Denn neu im Programm ist die 4x400-Meter-Mixed-Staffel. Zwei Männer und zwei Frauen rennen in beliebiger Reihenfolge. „Da war das Training besonders bei den Wechseln von Mann auf Frau schon eine Herausforderung“, sagt Marx.

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Gute Taktik ist gefragt

Zusätzlich stehen die klassischen 4x400-Meter-Staffeln der Männer sowie Frauen an. Auch das Tauschen der Athletinnen zwischen den Staffeln ist nach den Vorläufen für das Finale möglich. „Das müssen wir taktisch clever angehen“, sagte Marx, die sich mit ihrem Männerpendant Edgar Eisenkolb den Plan zur dreifachen Qualifikation überlegen muss. Der Hannoveraner Eisenkolb ist auch Heimtrainer von Spelmeyer und Bulmahn und kennt seine Sprinterinnen bestens.

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Für die 20-jährige Bulmahn ist der Start in Japan zugleich die internationale Feuertaufe. „Ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Einsatz bei den Großen (bisher startete sie nur bei der U20-Jugend, d. Red.) und auch auf den ersten richtigen Einsatz für Deutschland“, sagte Bulmahn.

"Bis zum Rennen bin ich wieder topfit."

Schon das dreiwöchige Trainingslager war Neuland für sie. „Das war sehr lehrreich. Japan ist für uns eine ganz neue Kultur, an die man sich anfangs erst einmal gewöhnen musste“, sagte sie. Und auch das Akklimatisieren hatte seine Tücken. „So eine hohe Luftfeuchtigkeit und das heiße Wetter war ich in diesem Maße noch nicht gewohnt.“ Da fing sie sich auch eine Erkältung ein. „Die lassen ihre Räume hier alle extrem mit Kälte durchströmen. Aber bis zum Rennen bin ich wieder topfit“, versicherte sie. „Dann wird wohl auch die Aufregung kommen. Im Trainingslager hielt sie sich noch in Grenzen.“

Comeback von Spelmeyer

Auch für Spelmeyer ist der Start in Japan Neuland – jedenfalls ein wenig. Denn ihr bisher letzter Lauf liegt schon anderthalb Jahre zurück. Nach einer langwierigen Schambeinentzündung steht die Olympia- und WM-Teilnehmerin von Rio und London nun vor ihrem Comeback. „Ich freue mich sehr, nach dem schwierigen Jahr 2018 wieder dabei sein zu können. Ich bin echt gespannt, wie es in Yokohama wird, besonders auf die Mixed-Staffel“, sagt Spelmeyer. Dass es nicht das letzte Mal wird, dafür will auch sie sorgen. Denn auch Doha im Herbst ist ein lohnendes Ziel.