06. Januar 2022 / 19:31 Uhr

Ohne "Grand Slam": Ryoyu Kobayashi gewinnt Vierschanzentournee - Daniel Huber Tagessieger in Bischofshofen

Ohne "Grand Slam": Ryoyu Kobayashi gewinnt Vierschanzentournee - Daniel Huber Tagessieger in Bischofshofen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat die Vierschanzentournee gewonnen.
Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat die Vierschanzentournee gewonnen. © IMAGO/Ulrich Wagner
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Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat die 70. Vierschanzentournee gewonnen, verpasste beim abschließenden Springen mit Rang fünf in Bischofshofen aber den "Grand Slam" aus vier Tagessiegen. Der Erfolg am Donnerstag ging stattdessen an den Österreicher Daniel Huber. Karl Geiger wurde als bester Deutscher Dritter.

Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat die 70. Vierschanzentournee der Skispringer gewonnen, den erhofften Vierfachsieg (in Anlehnung an das Tennis inoffiziell "Grand Slam" genannt) aber verpasst. Am Donnerstag in Bischofshofen kam der 25 Jahre alte Weltklasseathlet nicht über Rang fünf hinaus, für den Gesamtsieg vor den beiden Norwegern Marius Lindvik aus Norwegen und Halvor Egner Granerud reichte es aber trotzdem. „Ich freue mich, dass ich den goldenen Adler gewonnen habe. Ich bin total glücklich“, sagte Kobayashi, wie gewohnt kurz angebunden. Tagessieger im Pongau wurde der Österreicher Daniel Huber. Karl Geiger musste sich trotz Führung im ersten Durchgang mit Platz drei begnügen.

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Der Deutsche Sven Hannawald (2001/02), Polens Kamil Stoch (2017/18) und Kobayashi selbst (2018/19) bleiben damit die einzigen Vierfachsieger. Hätte Kobayashi das seltene Kunststück erneut vollbracht, wäre ihm ein Eintrag im Geschichtsbuch sicher. Die 100.000 Schweizer Franken (etwa 96.000 Euro) erhält er trotzdem. Die ersten drei Springen, darunter das in Innsbruck abgesagte nach Bischofshofen verlegte, hatte Kobayashi jedoch für sich entschieden.

20 Jahre nach dem historischen Triumph von Hannawald müssen die deutschen Skispringer von Bundestrainer Stefan Horngacher weiter auf den ersehnten Titel bei dem Traditionsevent warten. Geiger und Markus Eisenbichler, der am Donnerstag den achten Tagesplatz belegte, waren in den vergangenen zehn Tagen zu unkonstant und brachten die erhofften Topleistungen zu selten. Damit belegten die beiden Deutschen in der Endabrechnung die Plätze vier und fünf. „Die Tournee ist nicht 100-prozentig so gelaufen wie wir wollten, aber es geht weiter. Es kommt Olympia und eine Skiflug-WM“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Er kündigte selbtbewusst an: „Ich bin trotzdem zufrieden mit der Tournee. Es hat nicht alles funktioniert, aber das passiert halt. Wir werden nächstes Jahr wieder da stehen.“

Auch nach der kräftezehrenden Jubiläumstournee haben die Skispringer nur einen Tag Pause. Schon am Samstag geht es weiter, es stehen zwei weitere Wettbewerbe in Bischofshofen auf dem Programm. Danach folgen bis zu den Olympischen Spielen in Peking (4. bis 20. Februar) weitere Wochenenden im polnischen Zakopane sowie zwei deutsche Heimspiele in Titisee-Neustadt und Willingen. Mit seinen starken Leistungen bei der Tournee hat Kobayashi auch den Allgäuer Geiger im Gesamtranking überholt und das Gelbe Trikot übernommen.

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