08. August 2021 / 18:30 Uhr

Sabitzer, der Profi-Grantler: Keine Zukunft bei RB Leipzig?

Sabitzer, der Profi-Grantler: Keine Zukunft bei RB Leipzig?

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Marcel Sabitzer beim Saison Kick-off von RB Leipzig: Ein Gruß oder ein Abschiedswinken an die Fans?
Marcel Sabitzer beim Saison Kick-off von RB Leipzig: Ein Gruß oder ein Abschiedswinken an die Fans?
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München? England? Italien? Die Optionen von Marcel Sabitzer sind vielfältig. Ein Szenario sollten  aber er und alle im Kopf behalten: Leipzig.

Leipzig. Marcel Sabitzer will seinen Lebensabend nicht in Leipzig verbringen, einen letzten großen Vertrag anderswo unterschreiben. Liebend gerne in München. Alternativ in der Premier League oder in Italien.

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Dagegen ist nichts einzuwenden. Der vielseitig begabte Mittelfeldspieler hat stattlichen Anteil am heutigen Status der Roten Bullen, beackerte 2015/2016 die Zweitliga-Botanik, war treibende Kraft im Oberhaus, Pokal, in der Champions-League. Sabitzer war immer unangenehm. Für seine Mit- und Gegenspieler, die Schiedsrichter, Trainer, alle. Ein galliger, kurz angebundener Grantler. Kein Handschmeichler, kein Bussi-Bussi-Typ, kein Wappenküsser, keiner zum Liebhaben. Ein verdienter Held der Arbeit, dem alles Gute zu wünschen ist.

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Der mit allen Wassern gewaschene Sabitzer weiß, dass RB ihn trotz aller Verdienste nicht herschenken wird. Mal ehrlich: Wenn die Bayern, die gerade reihenweise Zig-Millionen-Euro-Verträge mit Kimmich, Goretzka und Co. verlängern, keine 15 Millionen Euro für die Ablöse aufbringen wollen/können, sollen sie ihre Hände in der Lederhose lassen – und a Ruah geben. Falls doch kein Club die von RB aufgerufene Summe locker macht, bleibt Sabitzer. Und der Profi-Grantler wird weiter seinen Job machen, unangenehm bleiben.