12. August 2021 / 12:22 Uhr

Sabitzer oder Pavard-Ersatz? Das sagt Bayern-Trainer Nagelsmann zu weiteren Transfers

Sabitzer oder Pavard-Ersatz? Das sagt Bayern-Trainer Nagelsmann zu weiteren Transfers

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Startet am Freitag in seine erste Bayern-Saison: Trainer Julian Nagelsmann.
Startet am Freitag in seine erste Bayern-Saison: Trainer Julian Nagelsmann. © 2021 Getty Images
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Der FC Bayern schaut sich weiter nach neuen Spielern um. Das bestätigte Trainer Julian Nagelsmann einen Tag vor dem Bundesliga-Start. Der Kader des deutschen Rekordmeisters sei aber schon jetzt "unglaublich stark besetzt", wie der Chef-Coach erklärte.

Der FC Bayern will die Zehn vollmachen. Zehnmal deutscher Meister nacheinander. Dafür benötigen die Münchner einen langen Atem - und einen in der Breite starkbesetzten Kader. Das aktuelle Aufgebot könnte sich noch etwas verändern. Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Leipzig-Star Marcel Sabitzer gab es in den vergangenen Wochen immer wieder. Der Vertrag des Offensivspielers läuft im kommenden Jahr aus. RB müsste ihn in diesem Sommer verkaufen, um noch eine Ablösesumme zu generieren. Der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wurde auf die Personalie Sabitzer am Donnerstagvormittag angesprochen.

"Er ist ein sehr guter Spieler. Aber grundsätzlich kommentieren wir keine Transferthemen. Es ist ein Teil unserer Stellenbeschreibung, sich im Transfermarkt umzugucken und uns nicht zurückzulehnen. Wir gucken, wo es realistische Chancen gibt, den Kader noch zu verbessern. Aber wir kommentieren keine einzelnen Gerüchte, sondern sondieren den Markt, um bestmöglich zu handeln", sagte Nagelsmann bei der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr, DAZN und Sat.1).

Aktuell stehen dem neuen Chef-Trainer fast alle Spieler zur Verfügung. Besonders schwer wiegt aber der Ausfall des verletzten Benjamin Pavard. "Für Benjamin tut es mir extrem Leid, weil er eine gute Vorbereitung und ich ihn fest eingeplant hatte", so Nagelsmann, der auf der Position mit dem eigentlich in der Zentralen agierenden Niklas Süle, dem in der Vorsaison enttäuschend spielenden Bouna Sarr oder dem unerfahrenen Josip Staninic plant. Ein Transfer ist auf dieser Position trotzdem eher nicht vorgesehen. Neben Pavard fällt auch sicher Lucas Hernandez aus. Die zuletzt angeschlagenen Alphonso Davies, Corentin Tolisso und Kingsley Coman stiegen in dieser Woche ins Mannschaftstraining ein. "Wir sind unglaublich stark besetzt, wenn man die ersten 13, 14 Spieler sieht. Wenn diese Spieler immer fit bleiben, dann kannst du viel kompensieren. Aktuell ist das nicht der Fall, das macht es schwieriger. Du kannst aber auch als Top-Verein nicht 20 Top-Spieler haben. Als Trainer wünschst du dir das zwar, aber du musst darauf achten, dass es noch eine gewisse Harmonie hat", sagte Nagelsmann.

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Ribéry vor Comeback? So reagiert Nagelsmann

Neben den Gerüchten über einen möglichen Sabitzer-Transfer wurde vor wenigen Tagen auch über eine Rückkehr von Franck Ribéry spekuliert. Der 38-Jährige hatte nach zwei Jahren beim AC Florenz keinen neuen Vertrag mehr bekommen. FCB-Vorstandschef Oliver Kahn erklärte bereits vor wenigen Tagen: "Wir denken aber nicht über eine Verpflichtung von Franck Ribéry nach." Und Coach Nagelsmann schob am Donnerstag hinterher: "Franck ist ein ehrgeiziger Spieler, der sich fithalten will. Für mich ist das völlig ok. Ich habe auch mit ihm geplaudert, aber da ging es nicht darum, dass ich ihn verpflichten will. Er steht noch gut im Strumpf und sollte Spaß im Training haben. Alles andere wurde schon zur Genüge besprochen."

Große Investitionen wie sie beispielweise Manchester City mit dem Transfer von Jack Grealish oder Paris Saint-Germain mit der Verpflichtung von Lionel Messi tätigten, werden beim FC Bayern ganz sicher keine Rolle in diesem Sommer spielen. "Ich reibe mir da auch manchmal die Augen, weil die Summen ja meist höher sind als kolportiert. Da gibt es einen Rattenschwanz, der sich über Jahre hinzieht. Wir wollen aber, dass der FC Bayern ein Top-Herausforderer bleibt, deshalb muss man immer schauen, dass das nicht in falsche Richtung läuft", machte Nagelsmann deutlich.