01. Februar 2022 / 16:31 Uhr

Sachsen öffnet Stadien (ein bisschen) - RB Leipzig und Co. dürfen Arenen zu 25 Prozent auslasten

Sachsen öffnet Stadien (ein bisschen) - RB Leipzig und Co. dürfen Arenen zu 25 Prozent auslasten

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Fans
Ab Sonntag dürfen mehr Fans in Sachsens Stadien. © PICTURE POINT/dpa/Montage
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Ob Sachsens Proficlubs damit zufrieden sind? Der Freistaat ermöglicht den Sportveranstaltern mit der nächsten Corona-Notfall-Verordnung eine erweiterte Öffnung von Stadien und Hallen. Für RB Leipzig und Co. bedeutet das eine Auslastung zu 25 Prozent.

Dresden. 1000 Fans, mehr durften in den vergangenen Wochen die Heimspiele der sächsischen Profi-Sportclubs nicht besuchen. Nach zunehmend scharfen Protesten der Betroffenen sowie einer Klage von RB Leipzig vor dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen gehen die Regierenden im Freistaat nun auf die Vereine zu. RB Leipzig, Dynamo Dresden, SC DHfK Leipzig und Co. dürfen ihre Stadien und großen Hallen künftig unter 2G-Plus-Bedingungen zu 25 Prozent auslasten. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping am Dienstag im Rahmen der Kabinettspressekonferenz in Dresden mit. Vorausgegangen war eine Kabinettssitzung, bei der die Regelungen für die neue Corona-Notfall-Verordnung beschlossen wurden. Die soll am Sonntag (6. Februar) in Kraft treten und bis zum 6. März gelten.

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Für den Leipziger Erstligisten hieße das, dass im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Köln (11. Februar) zwischen 11.000 und 12.000 Anhängerinnen und Anhänger in der Red Bull Arena dabei sein dürften. Bei Dynamo Dresden (Rudolf-Harbig-Stadion) wären es rund 8000 Fans, beim FC Erzgebirge Aue knapp 4200.

Köpping hatte noch weitere Neuigkeiten. Denn die Auslastung zu 25 Prozent ist nur eine von zwei Möglichkeiten. Wer sein Stadion oder seine Halle zu 50 Prozent auslasten möchte, kann auch das tun. Dann gilt allerdings eine Personenobergrenze von 2000. Voraussetzung ist auch hier die 2G-Plus-Regelung.

Inzidenz-Bindung entfällt

"Wir gehen damit weiter, als wir es vor einer Woche bei der Vorstellung der Eckpunkte getan haben", betonte Köpping. Grund dafür sei die aktuelle Entwicklung in Sachsens Krankenhäusern. Die ist trotz steigender Inzidenzen aufgrund der Omikron-Variante des Corona-Virus stabil und liegt mit 419 Covid19-Patienten auf Normalstation sowie 154 auf Intensivstation unter den Grenzwerten für die Überlastungsstufe (1300 und 420) bzw. sogar die Vorwarnstufe (650 und 180). Entscheidend sei außerdem der Blick in andere Bundesländer gewesen. "Viele anderen haben bereits Lockerungen vorgenommen. Wir gehen nicht darüber hinaus. Es handelt sich um ein Gleichziehen."

Die am Dienstag verkündeten Regelungen gelten, solange die Überlastungsstufe bei den Klinikbetten nicht überschritten wird. Die zuletzt stark in die Kritik geratene Bindung an die Sieben-Tages-Inzidenz entfällt komplett.