03. September 2020 / 16:11 Uhr

Sachsenliga startet erstmals mit 22 Mannschaften: FV Laubegast trifft auf Striesen

Sachsenliga startet erstmals mit 22 Mannschaften: FV Laubegast trifft auf Striesen

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
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Der ehemalige DSC-Profi Knut Michael wird die Freitaler als Trainer in ihre erste Saison führen. © imago images
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Am Wochenende beginnt die neue Saison in der höchsten rein sächsischen Spielklasse - zwei Dresdner Teams sind neu dabei.

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Dresden. Nach zwei Pokalrunden startet am Wochenende die Fußball-Landesliga Sachsen in die Saison 2020/21. Es wird eine Serie unter besonderen Bedingungen, nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie. Insgesamt sind 22 Mannschaften dabei, elf Partien an einem Spieltag sind ein Novum seit der Einführung dieser Liga. Gespielt wird zunächst in einer einfachen Hinrunde mit 21 Begegnungen bis zum 21./22. März, anschließend gibt es eine Meisterrunde mit den zehn besten Mannschaften und eine Runde mit zwölf Vertretungen, die möglicherweise bis zu acht Absteiger ausspielen müssen.

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Kamenz und Bautzen hoch gehandelt

Sechs Vereine sind in die Liga aufgestiegen: Der FV Laubegast, die SG Striesen, Motor Marienberg, Empor Glauchau, der SC Freital und der SSV Markranstädt. Die beiden Dresdner Teams treffen am Sonnabend um 15 Uhr gleich an der Bärensteiner Straße aufeinander.

Es wird der Punktspiel-Einstand für Laubegasts neuen Trainer Christoph Klippel, der letzte Woche im Pokal einen 2:1-Erfolg über den VfL Pirna-Copitz feierte. Prominentester Neuzugang ist Mittelfeldspieler Tony Schmidt, der aus Altglienicke heimkehrte. Für die Striesener und ihren Trainer Jens Frenzel, der künftig von Ex-Dynamo Matthias Müller unterstützt wird, wird es auch ein echtes Abenteuer, denn in diesem Jahrtausend spielte die SGS noch nie so hoch.

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Ex-Dynamo Tony Schmidt ist der prominenteste Laubegaster Neuzugang. © Steffen Manig

Amtierender Meister ist Einheit Kamenz und trotz vieler Abgänge wohl wieder ein Titelanwärter. Auch Budissa Bautzen wird sehr hoch gehandelt. Trainer Thomas Hentschel hat ein eingespieltes Team zur Verfügung, mit Pavel Patka und Karel Vrabec zwei Ex-Profis als „Anführer“ und mit Kapitän Tom Hagemann einen torgefährlichen Spieler, dessen Möglichkeiten weit über Sechstliga-Niveau liegen.


Radebeuler BC bietet viele erfahrene Spieler auf

Zudem „angelte“ sich Hentschel mit Jannik Käppler einen Regionalliga-Spieler aus Bischofswerda. Kamenz dagegen setzt auf den aus Neustadt gekommenen Brasilianer Miguel Pereira Rodrigues. Der 24-Jährige gilt als Torjäger, schoss den LSV Neustadt/Spree 2018/19 fast im Alleingang mit 29 Treffern in die Landesliga.

Viele gestandene Spieler bilden das Gerüst beim Radebeuler BC. Neben Benno Töppel, Erik Talke oder dem Argentinier Rosendo, stießen mit Fernando Lenk und Daniel Maresch zwei ehemalige Viertliga-Kicker aus Bischofswerda hinzu. Ähnlich sieht es beim Großenhainer FV aus.

Die Röderstädter haben mit Torsten Marx den erfolgreichsten Torschützen der vergangenen Jahre in ihren Reihen. Marx, inzwischen Unternehmer, erzielte in 63 Punktspielen für den GFV 55 Tore. Der neue Trainer Steve Dieske muss allerdings auf Angreifer Clemens Krüger verzichten, der nach Freital ging.

Pirna holt Ex-Dynamo Ronald Wolf in die Abwehr

Der dortige Sportclub, trainiert von Knut Michael, ist zweifellos die große Unbekannte. Im Landespokal wiesen die Freitaler mit dem 2:1-Heimsieg über den FC Lößnitz aber schon nach, dass sie Landesliga-tauglich sind. Der Klassenerhalt hat erst einmal oberste Priorität, aber mittelfristig steht für den neuen Großverein (rund 1500 Mitglieder) die Regionalliga auf der Agenda.

Motor Wilsdruff und Stahl Riesa „profitierten“ von der Corona-Pandemie. Sportlich 2019/20 abgeschlagen, erhalten beide Vereine eine neue Chance. In Wilsdruff saß und sitzt Paul Rabe fest im Sattel, in Riesa wurde der Kader runderneuert. Der bekannteste Zugang aber ist Trainer Karsten Oswald, der von 2004 bis 2006 das Trikot von Dynamo trug. Einen neuen Coach präsentierte in der Sommerpause auch der LSV Neustadt/Spree: Enrico Kuntke kam aus Grimma und löste Karsten Haasler ab, der zuvor rund zehn (!) Jahre auf dem Trainerstuhl gesessen hatte.

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Pirnas Trainer Frank Paulus muss mit seiner Truppe gegen Bautzen ran. © Steffen Manig

Beim VfL Pirna-Copitz baut das Trainerduo Frank Paulus und Enrico Mühle auf eine erfahrene Mannschaft, die mit vier externen Spielern verstärkt wurde. Vom Oberligisten FC Oberlausitz Neugersdorf wechselte Defensiv-Routinier Ronald Wolf zum VfL. Verteidiger Martin Sprunk kam vom FC 1910 Lößnitz, Offensivspieler Benjamin Langhof von der BSG Stahl Riesa und vom brandenburgischen Landesligisten Wacker Ströbitz Außenbahnspieler Leon Walter zu den Lila-Weißen.