08. Oktober 2021 / 09:33 Uhr

Sachsenpokal-Knaller: FC Grimma fordert den Chemnitzer FC

Sachsenpokal-Knaller: FC Grimma fordert den Chemnitzer FC

Tom Rietzschel / lvz
Leipziger Volkszeitung
Möchte mit seinem FC Grimma für eine Überraschung sorgen: Trainer Alexander Kunert (links).
Möchte mit seinem FC Grimma für eine Überraschung sorgen: Trainer Alexander Kunert (links). © Karsten Hannover
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Nachdem Anfang September die Zweitrunden-Begegnung des Landespokals aufgrund von Corona-Infektionen mehrerer CFC-Spieler abgesagt werden musste, wird die Partie nun am Samstag (13 Uhr) nachgeholt. Dabei sind die Vorzeichen ganz klar verteilt.

Grimma. Auch wenn die Chemnitzer derzeit nur auf Rang neun in der Regionalliga zu finden sind, geht die Elf von Trainer Daniel Berlinski als ganz klarer Favorit in die Begegnung. Dieser Rolle wurden die Westsachsen in den vergangenen beiden Jahren bereits gerecht, als man jeweils in Grimma die Oberhand behielt (3:1, 5:1) und damit beide Male in die nächste Runde einzog.

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Für die Muldestädter kommt diese Partie nun zwar zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da man nach zwei Oberliga-Niederlagen in Folge mittlerweile in die untere Tabellenregion abgerutscht ist und merklich um Selbstbewusstsein ringt. Doch kann die Elf von Trainer Alexander Kunert dieses Pokalspiel ohne jeglichen Druck angehen – als Außenseiter hat man überhaupt nichts zu verlieren. Der Sieger trifft dann am 13. November in der nächsten Runde auf den SV Liebertwolkwitz.

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Die Grimmaer werden gegen Chemnitz natürlich versuchen, die beiden vergangenen Liga-Niederlagen in Nordhausen sowie daheim gegen Halle 96 vergessen zu machen und mit einem guten Spiel aufzuwarten. „Wir strotzen derzeit natürlich nicht gerade vor Selbstbewusstsein, doch wollen wir es dem CFC so schwer wie möglich machen“, so Trainer Alexander Kunert.

Personelle Situation arg angespannt

„Defensiv werden wir einige Aufgaben zu bewältigen haben. Doch es muss uns gelingen, mit voller Vehemenz und Konzentration unser Tor zu verteidigen. Daher wird es für uns wichtig sein, keinem Zweikampf aus dem Weg zu gehen und auch läuferisch dem Gegner Paroli zu bieten – damit wir möglichst lange die Null halten.“

Dabei kommt dem Grimmaer Coach absolut ungelegen, dass die personelle Situation weiterhin arg angespannt ist. Einzig Vincent Markus, der sich beim Auftaktspiel Anfang August in Erfurt verletzte, wird wieder zum Kader hinzustoßen. Für Toni Ziffert wird dagegen ein Einsatz noch zu früh kommen, zumal in der Oberliga in den kommenden Wochen extrem wichtige Partien anstehen, welche absolute Priorität besitzen. „Wichtig ist, dass wir die aktuelle Situation annehmen“, so Kunert. „Fakt ist jedoch, dass wir gegen den CFC überhaupt keinen Druck verspüren und wir die Zuschauer mit einem guten Auftritt mitnehmen wollen. Neben einer kompakten Defensive muss es uns jedoch auch gelingen, einzelne Nadelstiche zu setzen.“

So ungünstig diese Pokal-Ansetzung in der aktuellen Situation auch ist – mit einem positiven Auftritt könnten die Muldestädter auch für die Oberliga etwas Selbstvertrauen erlangen. Denn dort steht am Sonntag drauf die Auswärtspartie beim Schlusslicht 1. FC Merseburg an. Und bei den gebeutelten Anhaltinern müssen die Grimmaer ohne Wenn und Aber punkten.