12. Oktober 2020 / 08:59 Uhr

Sachsenpokal: Weißig haut Eilenburg raus, Borea Dresden spät geschlagen

Sachsenpokal: Weißig haut Eilenburg raus, Borea Dresden spät geschlagen

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Im Sachsenpokal konnte der Dresdner SC für eine Überraschung sorgen. Das Team aus der Landesklasse gewann 2:1 gegen den Landesligisten aus Striesen.
Im Sachsenpokal konnte der Dresdner SC für eine Überraschung sorgen. Das Team aus der Landesklasse gewann 2:1 gegen den Landesligisten aus Striesen. © Steffen Manig
Anzeige

Die SG Weißig sorgt für Sensation: Mit einem 3:2-Sieg schmeißen sie den Vorjahresfinalisten FC Eilenburg raus. Auch der Erfolg des DSC gegen Striesen überraschte nicht wenige.

Anzeige

Dresden. Am Dienstag wird in der Leipziger Sportschule „Egidius Braun“ das Achtelfinale im Fußball-Landespokal ausgelost. Dann befinden sich auch Lose mit den Namen der Drittligisten Dynamo Dresden und FSV Zwickau, die bisher mit Freilosen ausgestattet wurden, in der Lostrommel.

Anzeige

Titelverteidiger Chemnitzer FC, der den Cup schon elfmal gewann, hatte beim Oberligisten in Grimma keine Mühe (5:1). Sportlich qualifiziert hat sich auch der Dresdner SC, der sich im Stadtduell gegen die SG Striesen vor 321 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion mit 2:1 (0:1) durchsetzte. Mann des Tages war Franz Rösner, der nach dem Wechsel doppelt traf (51., 83.). Der Landesliga-Neuling war in der vierten Minute durch Maximilian Koch in Führung gegangen. Der DSC hatte zuvor bereits NOFV-Oberligist FC Oberlausitz Neugersdorf aus dem Wettbewerb geworfen und schaffte nun erstmals seit 2004/05 wieder den Sprung ins Achtelfinale.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum DSC-Sieg im Pokal gegen Striesen

Im Sachsenpokal konnte der Dresdner SC für eine Überraschung sorgen. Das Team aus der Landesklasse gewann 2:1 gegen den Landesligisten aus Striesen. Zur Galerie
Im Sachsenpokal konnte der Dresdner SC für eine Überraschung sorgen. Das Team aus der Landesklasse gewann 2:1 gegen den Landesligisten aus Striesen. ©

Der Erfolg des Landesklässlers kam überraschend, da DSC-Trainer Michael Wege große Verletzungssorgen plagten. Robert Thomas, Erik Wutschke, Julius Wetzel und Felix Augustin fehlten, Thomas Hönle war gelbgesperrt. Kapitän Timo Hoffstadt (Trainingsrückstand) konnte zumindest als Einwechsler in der zweiten Halbzeit eingreifen. Striesen agierte über weite Strecken in der Offensive zu harmlos.

Weixdorf chancenlos

Für eine Sensation sorgte der Dresdner Stadtpokalsieger SG Weißig, einziger noch im Rennen befindlicher Achtligist. Nach drei Heimsiegen gegen Teams aus der 7. Liga wurde am Sonntag NOFV-Oberligist FC Eilenburg mit 3:2 (1:1) niedergerungen. Die mit rund 300 Fans gut besuchte Partie, begann gleich mit einem Paukenschlag, denn die Gastgeber gingen nach acht Minuten durch Robert Roch in Führung. Der Fünftligist brauchte immerhin bis zur 34. Minute, ehe per Strafstoß der Ausgleich durch Marc Böttger gelang. Luis Schwarzenberger (64.) brachte Weißig erneut in Führung, aber der Ex-Bautzener Böttger gleich mit seinem zweiten Treffer postwendend wieder aus (65.). Den Höhepunkt der Partie hatte sich der „Favoritenschreck“ bis zur 89. Minute aufgehoben, als William Schult mit einem kapitalen 35-m-Freistoß zum 3:2 traf.


Der amtierende Sachsenmeister Einheit Kamenz musste im Jägerpark in die Verlängerung, ehe Landesklässler Borea Dresden mit 4:0 in die Schranken gewiesen wurde. Tom Grellmann (93., 114.), Miguel Pereira Rodrigues (99.) und Martin Sobe (119.) erzielten vor 94 Besuchern die Tore. Die von Trainer André Heinisch taktisch klug eingestellten Dresdner wurden in der 95. Minute dezimiert. Christopher Griebsch sah gelb-rot, nachdem er kurz zuvor mit einem Schuss am Kamenzer Keeper Florian Kopittke gescheitert war und den 1:1-Ausgleich verpasst hatte.

Chancenlos war die SG Weixdorf (7. Liga) vor 381 Zuschauern auf dem heimischen Forstsportplatz gegen Viertligist VfB Auerbach (0:11). Sieben Treffer steuerte allein Marc-Philipp Zimmermann (19., 41., 61., 75., 77., 80., 82.) bei. Aleksandrs Guzlajevs (48.), Marcel Schlosser (53./Strafstoß), Yannic Voigt (67.) und Michael Schlicht (84.) besorgten den Rest.