15. Juni 2020 / 11:09 Uhr

Sachsens Handballer wählen Dresdner Küter zum neuen Präsidenten

Sachsens Handballer wählen Dresdner Küter zum neuen Präsidenten

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Symbolbild Handball
Karsten Küter löst Uwe Vetterlein als Präsident des Handball-Verband Sachsen ab. © dpa
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Es wurde abgestimmt und das Ergebnis verkündet. Karsten Küter ist der neue Präsident vom Handball-Verband Sachsen und löst damit Uwe Vetterlein ab, welcher durch seine Stadtrat-Kandidatur für die AfD stark in die Kritik geraten war.

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Dresden. Karsten Küter ist der neue Handball-Chef von Sachsen. Der 43-Jährige wurde am Sonnabend auf dem Außerordentlichen Verbandstag in Döbeln von den 65 Teilnehmern mit übergroßer Mehrheit zum neuen HVS-Präsidenten gewählt. Er setzte sich damit bei der geheimen Wahl gegen seinen Vorgänger Uwe Vetterlein durch.

Küter, der lange Jahre für den HSV Dresden selbst auf der Platte stand und sein Team auch als Mannschaftskapitän führte, war von einer Findungskommission als geeigneter Nachfolger empfohlen worden. Die Causa „Vetterlein“ hatte vor reichlich einem Jahr für großen Wirbel gesorgt. Unmittelbar nach seiner Wiederwahl zum HVS-Präsidenten musste der heute 61-Jährige zurücktreten, nachdem bekannt geworden war, dass er bei der Dresdner Stadtratswahl für die AfD kandidiert. Das sorgte für viel Kritik, ihm wurde vom Präsidium das Vertrauen entzogen.

Für frischen Wind sorgen

Der inzwischen gewählte AfD-Stadtrat hatte von 1993 als Vizepräsident des HVS gewirkt und dann 2007 den größten ostdeutschen Handballverband als Präsident geleitet. Nur wenige Tage nach seinem Rücktritt in Sachsen musste er auch von seiner Funktion im Präsidium des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zurücktreten.

Karsten Küter will jetzt in Sachsen für frischen Wind sorgen. In einem öffentlichen Schreiben hatte er im Vorfeld der Wahl seine Vorstellungen dargelegt und um Stimmen geworben. Immerhin kann der ehemalige Rückraumspieler auf 36 Jahre handball-Erfahrung verweisen, hat unter anderem auch beim MSV Dresden als Übungsleiter eine Nachwuchsmannschaft betreut. Zu seinen Fürsprechern gehörte unter anderen Karsten Günther, Geschäftsführer von Erstligist SC DHfK Leipzig. Er sei der ideale Mann, der besonders viele Erfahrungen aus dem Breitensport mitbringe, wie Günther betonte.