09. Juni 2021 / 21:13 Uhr

Sachsens Innenminister Wöller fordert personalisierte Tickets im Fußball

Sachsens Innenminister Wöller fordert personalisierte Tickets im Fußball

dpa
Polizisten nehmen einen Dynamofan vor dem Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden fest.
Polizisten nehmen einen Dynamofan vor dem Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden fest. © Robert Michael/dpa
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Die Forderungen sind nicht neu, erhielten aber zumindest aus Sicht von Sachsens Innenminister Roland Wöller neue Nahrung. Der Politiker will sich einmal mehr für die Einführung personalisierter Tickets im Fußball einsetzen.

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Dresden. Fußballfans sollten aus Sicht des sächsischen Innenministers Roland Wöller für Stadien nur noch Eintrittskarten erhalten, auf denen ihr Name vermerkt ist. „Ich möchte gerne personalisierte Tickets haben“, sagte der CDU-Politiker im neuen Podcast „Politik in Sachsen“ von „Sächsischer Zeitung/Sächsische.de“. „Ich werde mich einsetzen auf der Innenministerkonferenz, dass das kommt.“ Es gehe um ein deutliches Zeichen, wenn gewalttätige Besucher nicht mehr ins Stadion dürfen. Wöller sagte, er sei auch mit den Vereinen dazu im Gespräch.

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Personalisierte Tickets kommen immer wieder nach Gewaltvorfällen in die Diskussion. „Seit Jahren wird mir gesagt, dass das nicht möglich ist. Es ist nicht gewollt“, sagte Wöller. Jetzt sei aber der Zeitpunkt gekommen. Denn in der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, dass vieles digitalisiert werden kann. Die Innenministerkonferenz tagt wieder in der nächsten Woche.

„Es kann Vieles digitalisiert werden“

Zuletzt war es im Zusammenhang mit dem Drittligaspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München Mitte Mai zu Ausschreitungen gekommen, als zirka 500 gewaltbereite Fans Polizisten mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen hatten. Nach Angaben der Polizei wurden 185 Einsatzkräfte verletzt. Allerdings hätten personalisierte Tickets die Übergriffe nicht verhindert, da diese Begegnung ein sogenanntes „Geisterspiel“ ohne Kartenverkauf war.