17. April 2021 / 13:25 Uhr

Sächsischer Fußball-Verband beschließt Saisonabbruch auf Landesebene

Sächsischer Fußball-Verband beschließt Saisonabbruch auf Landesebene

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Auf der Siegmeier-Sportanlage nahe der Radrennbahn spielt normalerweise der LSV Südwest.
Auf den meisten Fußballplätzen Sachsens wird so schnell kein Ball mehr rollen. © Dirk Knofe
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Nun steht es fest: Der Sächsische Fußball-Verband gab am Samstag bekannt, dass die Saison auf Landesebene abgebrochen wird. Abgesehen von einer Ausnahme, gibt es in der Landesklasse und der Sachsenliga weder Auf- noch Absteiger. Mit den Nachwuchsligen soll ebenso verfahren werden.

Leipzig. Nun ist amtlich, was im Grunde seit einigen Tagen feststand: Die Fußball-Saison der Ligen auf Landesebene wird abgebrochen. Das bestätigte am Sonnabend das Präsidium des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) und musste damit der Pandemie-Situation Rechnung tragen. Denn Mannschaften der Sachsenliga dürfen seit Ende November ebenso wenig trainieren oder gar spielen wie die der Landesklasse sowie der Spielklassen darunter. Aus diesem Grund bestätigte das Gremium auch, den Pokalwettbewerb wie bereits berichtet ohne die Amateurteams fortzusetzen.

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Landesverband empfiehlt Regeln zu folgen

Der SFV beschloss zudem, dass es in der Landesklasse und der Sachsenliga weder Auf- noch Absteiger gibt. Mit der Ausnahme, dass es einen Aufsteiger aus der Landesliga in die Oberliga geben soll. Dieser steht Sachsen für eine Etage höher zu. Nach nur sieben ausgetragenen Spieltagen stehen Neuling SC Freital und Budissa Bautzen auf den Rängen eins und zwei der Sachsenliga. Aufstiegswillige Teams müssen das dem Verband bis zum 15. Mai signalisieren. Der Aufsteiger könnte in Hin- und Rückspiel am 19. und 26. Juni ermittelt werden. Sollte „Corona“ dann immer noch keine Spiele im Amateurbereich zulassen, erwägt der SFV, den Aufsteiger per Los zu ermitteln, falls sich mehr als ein Verein dafür meldet.

Mit seinen Nachwuchsligen will der Landesverband ebenso verfahren. Auf- und Abstieg entfallen also. „Doch sobald sich die Chance zum Aufstieg aus den Junioren-Sachsenligen in die Regionalliga ergibt, wenn der dort zuständige Nordostdeutsche Fußball-Verband dafür freie Plätze hat, wollen wir es nutzen“, ergänzt SFV-Spielausschuss-Chef Volkmar Beier. Dann müssten potenzielle Aufsteiger einen entsprechenden Antrag stellen, den das SFV-Präsidium bestätigen muss. „Diese Regelung greift, weil der klassische Aufstieg nicht möglich ist, die vorgesehene Regel durch die Pandemie außer Kraft gesetzt ist“, erklärt Beier.

Der Landesverband empfiehlt seinen Kreisverbänden, dieser Regelung zu folgen. Nicht alle wollen dies tun, doch der Fußball-Verband der Stadt Leipzig (FSVL) wird es ebenso wie der SFV handhaben. „Sobald der Landesverband sein Vorhaben bestätigt hat, werden wir es wohl auch vollziehen. Wir sehen keine andere Möglichkeit als die zum Saisonabbruch, so sehr das auch schmerzt,“, hatte Jörg Loeber, der Spiellausschuss-Vorsitzende des FVSL schon zuvor betont. „Wir schaffen im besten Falle noch, einen Pokalsieger zu ermitteln.“