29. März 2022 / 09:02 Uhr

Sachspenden und Sondertrikots: Wenn Leipziger helfen und Handballer anpacken

Sachspenden und Sondertrikots: Wenn Leipziger helfen und Handballer anpacken

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Klaus Trotter/Privat/Montage
Der SC DHfK packt mit an: Am Olympiastützpunkt werden Sachspenden (m., r.) gesammelt und verladen. In der Arena erhielten die Sponsoren ihre ersteigerten Trikots (l.).
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Das Hilfsprogramm des SC DHfK für Geflüchtete findet viel Zuspruch – und braucht weitere Freiwillige. Geschäftsführer Karsten Günther ist derzeit auch mit der Stadt Leipzig im Gespräch. Die versteigerten Trikots brachten zusammen mit den Verkäufen bisher 35.000 Euro ein.

Leipzig. Das Programm der vergangenen Wochen war für die Handballabteilung des SC DHfK Leipzig mehr als sportlich. Gemeint sind damit aber nicht nur die Profis, die neben der Bundesliga mit ihren Nationalteams im Einsatz waren – denn auch das Pensum der Geschäftsstelle um Manager Karsten Günther war sehr intensiv. Die Grün-Weißen hatten gemeinsam mit der Leipziger Olympia GmbH innerhalb weniger Tage ein Hilfsprogramm auf die Beine gestellt, dass Geflüchteten aus der Ukraine den Zugang zu den wichtigsten Gebrauchsgegenständen ermöglicht. „Ich habe mir in einer Erstaufnahmeunterkunft in Mockau ein Bild machen können und wollte den ehrenamtlichen Helfern bei der Organisation unter die Arme greifen“, beschreibt Günther den Hintergrund der Spendenaktion.

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"Wir sind über jede Unterstützung froh"

Die Idee: mit Hilfe einer Bedarfsliste sollen die Sachspenden gezielt gesammelt, an einem zentralen Ort gelagert und dann auf alle Unterkünfte verteilt werden. Mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt. Inzwischen treffen täglich hunderte Hygiene-Artikel, Kleidungsstücke, Schuhe, Schlafsäcke und viel mehr auf dem Gelände der Olympioniken am Sportforum 10 ein. Auch beim vergangenen Heimspiel der Leipziger kam im Rahmen einer Sammelaktion wieder einiges zusammen. „Zwei Busse wurden komplett mit Hilfsgütern von der Liste beladen“, gibt der Geschäftsführer ein kurzes Update und dankt den Fans für die Spenden.

Doch der steigende Bedarf bringt die Leipziger allmählich an ihre Grenzen. „Wir sind über jede Unterstützung froh“, sagt Günther. Es seien bereits viele Freiwillige im Einsatz, die für ein paar Stunden mit anpacken. „Für die Organisation bräuchten wir schnell ein bis zwei Leute die regelmäßig Zeit haben“, beschreibt der 40-Jährige die Lage, der dazu auch mit der Stadt Leipzig im Gespräch ist.

Neben der großen Sammelaktion wollten die Grün-Weißen aber auch finanzielle Abhilfe schaffen – und holten erneut ihre Sponsoren ins Boot. Das Sondertrikot mit einer weißen Friedenstaube und gänzlich ohne Werbung war nicht nur bei den Fans beliebt, sondern ließ auch die Partner tief in die Taschen greifen. Die getragenen Jerseys wurden nach der Partie gegen Flensburg versteigert und brachten zusammen mit den Verkäufen 35.000 Euro ein. Geld, das für vom Krieg betroffene Kinder auf der ganzen Welt gespendet wird.

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Infos unter: www.leipzigerhelfen.de

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