30. Juli 2022 / 22:30 Uhr

Sadio Mané trifft beim Debüt: FC Bayern gewinnt turbulenten DFL-Supercup gegen RB Leipzig 

Sadio Mané trifft beim Debüt: FC Bayern gewinnt turbulenten DFL-Supercup gegen RB Leipzig 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München hat auch dank Sadio Mané den DFL-Supercup gewonnen.
Der FC Bayern München hat auch dank Sadio Mané den DFL-Supercup gewonnen. © IMAGO/Sven Simon
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Nach einer bärenstarken Vorstellung in der ersten Hälfte hat sich der FC Bayern gegen RB Leipzig zum zehnten Mal zum Supercup-Sieger gekrönt. Beim bis zum Ende spannenden Bundesliga-Prolog traf auch der neue Superstar Sadio Mané für die Münchner.

Auch dank eines Treffers des neuen Superstars Sadio Mané hat der FC Bayern zum insgesamt zehnten Mal den Supercup gewonnen. Knapp eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt am kommenden Freitag bei Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt zeigten die Münchner gegen RB Leipzig vor allem im ersten Durchgang eine in allen Belangen überzeugende Vorstellung und ließen dem DFB-Pokalsieger beim 5:3 (3:0) zumindest im ersten Abschnitt nicht den Hauch einer Chance. Nach der Pause wurden die Platzherren dann aber stärker und machten es noch einmal spannend. Die Sachsen dürften daher trotz der Niederlage selbstbewusst in die Punktspiel-Saison starten. Am ersten Spieltag muss RB beim VfB Stuttgart ran.

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Jamal Musiala (14. Minute), Mané (31.) und Benjamin Pavard (45.) sorgten am Samstagabend in der mit rund 47.000 Zuschauern ausverkauften Red Bull Arena schon vor der Pause für vermeintlich klare Verhältnisse. Nach dem ersten RB-Treffer durch Marcel Halstenberg (59.) schlug der deutsche Rekordmeister zwar umgehend durch Serge Gnabry (66.) zurück - doch Leipzig blieb dran. Cristopher Nikunku (77., Foulelfmeter) und Dani Olmo (89.) verkürzten weiter, konnten am Sieg des FCB aber auch nicht mehr als nur kurz rütteln. Zumal Leroy Sané einen Konter in der Nachspielzeit mit dem fünften Bayern-Treffer abschloss (90.+8.).

Mané war der einzige Sommer-Zugang in der Startelf von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann. Matthijs de Ligt, Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui saßen zunächst auf der Bank, Youngster Mathys Tel war noch nicht spielberechtigt. Leipzig startete ohne Neuen in die Partie. Der vom VfL Wolfsburg verpflichtete Xaver Schlager blieb draußen. Am Sonntag kann RB wohl einen zweiten Neuen begrüßen. Dann soll der Transfer von Nationalspieler David Raum verkündet werden.

Nach den Eindrücken ersten Supercup-Hälfte scheint Leipzig mit Blick auf die anstehende Saison tatsächlich noch Hilfe zu benötigen - zumindest dann, wenn es gegen Schwergewichte wie gegen den FC Bayern geht. Die Münchner waren von Beginn an um Spielkontrolle bemüht und hatten damit auch Erfolg. Der zum FC Barcelona abgewanderte Robert Lewandowski wurde im Sturmzentrum nicht vermisst. Mané, Musiala, Gnabry und Thomas Müller rotierten in der Offensive geschickt und besetzten die einzelnen Positionen immer wieder neu, was dem Spiel des deutschen Rekordmeisters eine neue Flexibilität und Unberechenbarkeit verlieh.

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Beim ersten Gegentreffer scheiterte Leipzig jedoch vor allem an sich selbst. Statt nach einem Angriffsversuch entschlossen zu klären, ließ die RB-Hintermannschaft den Ball unkontrolliert durch den eigenen Strafraum springen. Die Kugel landete schließlich bei Musiala, der eiskalt abschloss. Leipzig brauchte nicht lange für eine Antwort. Doch Christopher Nkunku stand vor seinem Treffer zum vermeintlichen 1:1 im Abseits (16.).

Bayern ließ in der Folge Ball und Gegner laufen, agierte mit hoher Dominanz und Selbstverständlichkeit in den Aktionen. Nach einer guten halben Stunde folgte im Anschluss an eine bärenstarke Kombination der Lohn. Nach einer Hereingabe von Gnabry vollstreckte Mané aus kurzer Distanz. Die Münchener blieben am Drücker und profitierten bei ihrem dritten Treffer durch Pavard vom zögerlichen Defensivverhalten der Gastgeber.

In der zweiten Hälfte wurde RB dann besser und kam seinerseits zu Chancen. Ein Grund: Die Hereinnahmen von Olmo und André Silva, die die FCB-Defensive immer wieder vor Probleme stellten. Die Hoffnung der Platzherren nach Halstenbergs Kopfball zum Anschluss währte zunächst nur kurz, da die Bayern Lücken im Verbund der zunehmend hoch stehenden Leipziger nutzten und Gnabry nach einem gelungenen Angriff zum 4:1 für den Titelverteidiger abstaubte. Leipzig ließ sich nach diesem neuerlichen Rückstand nicht hängen. Zu mehr als zu den weiteren Treffern von Nkunku und Olmo reichte es jedoch nicht.

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