12. November 2020 / 17:38 Uhr

Saison des Umbruchs: Aber die Team-Chemie stimmt bei Gifhorns Volleyballern

Saison des Umbruchs: Aber die Team-Chemie stimmt bei Gifhorns Volleyballern

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neustart: Die Volleyball-Herren des MTV Gifhorn spielen in dieser Saison in der Landesliga. Zum Team gehören: Marcel Gillich (hinten v. l.), Fabian Fischer, Devin Schulde, Andreas Rämsch, René Buchmann, Jörn-Marten Wille, Colin Kolbe, Alexander Bolger; Andreas Fitz (vorne v. l.), Grigorij Gozulak, Olaf Schwarz, Nikolai Anikuschkin, Albert Sanduljak, Michael Ortmann, Trainer Werner Metz.
Neustart: Die Volleyball-Herren des MTV Gifhorn spielen in dieser Saison in der Landesliga. Zum Team gehören: Marcel Gillich (hinten v. l.), Fabian Fischer, Devin Schulde, Andreas Rämsch, René Buchmann, Jörn-Marten Wille, Colin Kolbe, Alexander Bolger; Andreas Fitz (vorne v. l.), Grigorij Gozulak, Olaf Schwarz, Nikolai Anikuschkin, Albert Sanduljak, Michael Ortmann, Trainer Werner Metz. © MTV Gifhorn
Anzeige

Nach dem Abstieg aus der Oberliga befinden sich die Volleyballer des MTV Gifhorn im Umbruch. Das Team von Trainer Werner Metz besteht aus der ehemaligen Ersten und Spielern aus der zweiten Mannschaft, die einen neuen Anlauf in der Landesliga nehmen.

Anzeige

Die Volleyballer des MTV Gifhorn durchleben eine Saison des Umbruchs. Nach zwei aufeinanderfolgenden Abstiegen - erst aus der Regionalliga, dann aus der Oberliga - wurde die erste Mannschaft aufgelöst. Die Spieler aus der ehemaligen Ersten um Fabian Fischer schlossen sich der zweiten Mannschaft an und spielen in dieser Saison in der Landesliga. Das Team von Trainer Werner Metz feierte zum Auftakt einen 3:0-Sieg bei der SG Örtzetal, im zweiten und letzten Saisonspiel vor der Unterbrechung verlor der MTV „unnötig“ 1:3 beim MTV Stederdorf, wie Werner Metz sagt. „Aber nach der Niederlage sind wir spontan noch zum Bowling gegangen, das zeigt, dass es untereinander funktioniert“, freut sich der Trainer über den Zusammenhalt in der Mannschaft.

Anzeige

Fischer unterstützt Landesliga-Start

Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten beide Herren-Teams miteinander trainiert, weshalb es nicht verwundert, dass die Team-Chemie schon früh in der Saison stimmt. Und Fischer, Sergej Prokofiev und Albert Sanduljak spielten zuvor alle schon in der zweiten Mannschaft. Fischer sammelte in den vergangenen beiden Jahren Erfahrungen in der Regional- und Oberliga, soll beim Neuaufbau eine Führungsrolle übernehmen. Den Gang in die Landesliga unterstützt er. „Wir haben zwei Jahre lang nur auf die Mütze gekriegt, das ist für einen mannschaftlichen Zusammenhalt auch nicht förderlich“, sagt Fischer. Der Auftakt-Sieg in Örtzetal „war mal wieder ein schönes Erlebnis“, wie die Nummer 13 des MTV mit einem Schmunzeln anmerkt.

Unverhoffte Neuzugänge

Neben den ehemaligen Oberliga-Spielern übernehmen Zuspieler Nikolai Anikuschkin sowie Mannschaftskapitän Ulrich Krick weitere Führungsrollen. Bitter für den MTV: Krick verletzte sich vor Saisonbeginn bei einem Trainingsspiel und wird mit einem Kreuzbandriss noch länger ausfallen.

Erfreulich ist für die Gifhorner dagegen, dass neben Colin Kolbe, der aus der Reserve des MTV Gamsen zu den Schwarz-Gelben gewechselt war und im zweiten Saisonspiel bereits mitwirkte, weitere junge Spieler zum Verein gestoßen sind. „Das war ein Lawinen-Effekt, einer kam zum Training und hat noch jemanden mitgebracht. Wir hatten von Beginn an eine extrem gute Trainings-Beteiligung mit viel Spaß, so wurden es dann immer mehr“, sagt Mittelangreifer Fischer. Auch Werner Metz freut sich über den großen Zulauf. „Sie bringen körperlich einiges mit, und wir können sie mit an die Gruppe heranführen.“

►►► Jetzt kostenlos den neuen Sport-Newsletter der AZ/WAZ abonnieren!

Was im Sport der Region wichtig war und wichtig wird. Ihr wöchentlicher Sport-Newsletter.
Was im Sport der Region wichtig war und wichtig wird. Ihr wöchentlicher Sport-Newsletter. ©

Metz entschied sich dagegen, seinen Spielern während des Sport-Verbots im November Trainingspläne an die Hand zu geben, „weil niemand weiß, ob und wann es weitergeht“. Der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband setzte alle Spiele bis 31. Dezember aus. „Ob es im neuen Jahr wirklich direkt wieder losgeht, das weiß auch noch keiner. Deshalb ist es auch schwierig, auf einen gewissen Punkt hinzuarbeiten.“ Dennoch hat Metz keine Bedenken, dass seine Spieler es in den nächsten Wochen zu locker angehen lassen. „Wenn man es gewohnt ist, über Jahre hinweg zu trainieren, dann fehlt einem da etwas.“