17. November 2020 / 11:12 Uhr

Saison-Finale in Dresden: Galopp-Halali vor Geisterkulisse

Saison-Finale in Dresden: Galopp-Halali vor Geisterkulisse

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Am Mittwoch stehen neun Rennen auf dem Programm – nur leider ohne Zuschauer.
Am Mittwoch stehen neun Rennen auf dem Programm – nur leider ohne Zuschauer. © Matthias Rietschel
Anzeige

Am Buß- und Bettag steigt wieder der alljährliche Galopp-Halali in Dresden. Die Startboxen auf der Seidnitzer Bahn sind gut gefüllt. An einen stimmungsvollen Saisonausklang ist dennoch nicht zu denken.

Anzeige

Dresden. Mit dem traditionellen Saison-Halali am Buß- und Bettag endet in jedem Jahr die Galopp-Saison auf der Rennbahn in Dresden-Seidnitz. Das wird auch diesmal so sein, dennoch unter völlig anderen Vorzeichen als gewöhnlich. Trugen bislang gerade am letzten Renntag des Jahres tausende Besucher zu einem stimmungsvollen Abschluss und zu einem Top-Wettumsatz bei, dürfen aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen keine Zuschauer das Areal im Dresdner Osten betreten.

Anzeige

„Auch Pferdebesitzer haben keinen Zugang. Es wird alles so ablaufen wie beim Auftakt-Renntag“, erklärt Rennvereins-Geschäftsführer Uwe Tschirch die Situation. „Das ist natürlich bitter, aber die Gesundheit steht natürlich im Vordergrund. Wir hoffen dennoch, dass möglichst viele Fans am Livestream zum Beispiel auf unserer DRV-Internetseite dabei sein werden und online auch fleißig wetten“, so Tschirch.

Mehr zu Sportmix Dresden

Wie in jedem Jahr wird den Turf-Enthusiasten ein sehenswertes Programm geboten. Die Startboxen sind bei den neun Rennen mit insgesamt 92 Pferden sehr gut gefüllt. Natürlich tragen auch die Lokalmatadoren dazu bei. So satteln die Dresdner Trainer 16 Vollblüter, allein acht schickt Stefan Richter an den Start. Er ist auch der bislang erfolgreichste Trainer am Platz, hat bisher 15 Siege auf seinem Konto und hofft vielleicht beim Halali auf den einen anderen Treffer, zum Beispiel von Waldana im dritten Rennen.

Garantieauszahlung von 15.000 Euro

Seine Seidnitzer Kollegin Claudia Barsig hat sechs Vollblüter gemeldet und will ihre Bilanz von acht Siegen ebenfalls gern noch ausbauen, vielleicht mit Warda im zweiten Rennen. Auch die beiden Besitzertrainer Guido Scholze und Ralph Siegert sind noch einmal mit je einem Starter auf der Heimbahn vertreten.

Im Mittelpunkt des Renntages steht der Große Dresdner Herbstpreis, ein mit 12.500 Euro dotiertes Listenrennen über 2200 Meter. Es ist zugleich das letzte Listenrennen der Saison in Deutschland. Zehn Pferde werden dabei in die Startboxen einrücken, vorbereitet unter anderen von solchen Top-Trainern wie Andreas Wöhler oder Markus Klug. Zu den Favoriten zählt Kingstar aus dem Stall von Andreas Wöhler.

Geritten wird der fünfjährige Wallach von Champion Bauyrzhan Murzabaev, der auch in diesem Jahr die Jockey-Bestenliste mit 116 Siegen und damit großem Vorsprung vor Maxim Pecheur (60) anführt. Pecheur wird allerdings aus Verletzungsgründen nicht dabei sein können. Dafür aber steigen unter anderen der drittplatzierte Andrasch Starke und der Ranglistenfünfte Martin Seidl in Seidnitz in den Sattel. Auch der gebürtige Dresdner Alexander Pietsch reitet zum Saisonabschluss auf seiner Heimbahn. Besonderer Anreiz für alle Zocker: Im achten Rennen ist eine Viererwette mit einer Garantieauszahlung von 15.000 Euro ausgelobt.