18. März 2020 / 20:45 Uhr

Saisonaus für Handballerinnen des HC Rödertal

Saisonaus für Handballerinnen des HC Rödertal

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Rödertal Trainer Frank Mühlner 

Handballclub Leipzig (HCL) vs HC Rödertal, Handball, Frauen, 2.Liga, 16.02.20
Saisonabbruch: Der HC Rödertal steuert in unsichere Zeiten. Auch Trainer Frank Mühlner muss in die Zwangspause. Unklar ist, wie das Problem mit den Verträgen der Spielerinnen geregelt wird. © Christian Modla
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Die Saison der Handballdamen des HC Rödertal ist beendet. Der Großröhrsdorfer Zweitligist steht vor einem finanziellem Desaster. Für die laufende Saison wird es keine sportlichen Absteiger aus der 1. und 2. Bundesliga geben.

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Dresden. Jetzt hat auch die Handball-Bundesliga der Frauen (HBL) die Reißleine gezogen. Wie die HBL am Mittwoch mitteilte, wird die Meisterschaftsrunde der 1. Und 2. Bundesliga abgebrochen. Das betrifft aus der Region auch die Damenmannschaft des HC Rödertal. In der Mitteilung der HBF heißt es zur Entscheidung: „Die Vorschriften der Behörden verschärfen sich täglich: Bis mindestens Ende April ist kein regulärer Trainingsbetrieb für die HBF-Clubs möglich. Auch für die Zeit danach gibt es noch keinerlei Gewissheit. Immer mehr Quarantäne-Fälle erreichen auch den Handball. Für die HBF steht die Gesundheit der Bevölkerung, der Spielerinnen sowie aller am Spielbetrieb beteiligten Personen im Vordergrund.“

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Zugleich habe der Vorstand beschlossen, dass es für die laufende Saison keine sportlichen Absteiger aus der 1. und 2. Bundesliga geben wird. Über mögliche Aufsteiger sowie die Vergabe der internationalen Startplätze soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Auch HCR-Präsident Andreas Zschiedrich sagt: „Geisterspiele durchzuführen war für uns alle von Anfang an kein Thema. Das würde uns noch härter treffen.“ Wie es in der HBF-Information weiter heißt, würden die 14 Erst- und 16 Zweitligisten im Hinblick auf die kommende Saison bereits jetzt vor enormen, nie dagewesenen wirtschaftlichen Herausforderungen stehen.

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Zuschauereinnahmen fehlen

Das unterstreicht auch Andreas Zschiedrich: „Natürlich ist der Saisonabbruch für uns schon ein großes finanzielles Desaster. Von den noch ausstehenden acht Spieltagen hätten wir vier in heimischer Halle ausgerichtet. Da fehlen uns nun rund 20 000 Euro an Zuschauereinnahmen. Zudem wissen wir im Moment noch nicht, wie wir das Problem mit den Verträgen der Spielerinnen regeln können. Dazu kommen auch die Sorgen für die neue Spielzeit. Was passiert, wenn uns Sponsoren, die selbst ums Überleben kämpfen müssen, den Rücken kehren? All diese Fragen werden uns in nächster Zeit beschäftigen.“ Noch nicht abgesagt wurde dagegen die Endrunde um den DHB-Pokal der Frauen, der am 23./24. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena stattfinden sollte. Derzeit wird eine Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt geprüft.