11. August 2019 / 18:48 Uhr

Saisoneröffnung von Turbine: Nickeliges Spiel und neue Kapitänin (mit Galerie)

Saisoneröffnung von Turbine: Nickeliges Spiel und neue Kapitänin (mit Galerie)

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Umkämpftes Spiel: Sophie Weidauer (l.) wird zu Fall gebracht.
Umkämpftes Spiel: Sophie Weidauer (l.) wird zu Fall gebracht. © René Teichmann
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Frauen-Bundesliga: Turbine Potsdams Saisoneröffnung gegen Sparta Prag endet 1:1 (0:1), das Spiel war dabei von vielen harten Zweikämpfen geprägt. Sarah Zadrazil ist die neue Kapitänin der Turbinen.

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Zum Abschluss der Vorbereitung kam Turbine Potsdam gegen Champions-League-Teilnehmer Sparta Prag zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden. Die Potsdamerinnen waren bei der Saisoneröffnung vor 717 Zuschauern – darunter viele Eltern der Spielerinnen, die vom Verein eingeladen wurden – im Karl-Liebknecht-Stadion über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere und aktivere Mannschaft, scheiterten aber an der mangelhaften Chancenverwertung. „Wenn wir die ganze Vorbereitung nehmen, wissen wir ganz genau, was unsere Mannschaft kann. Wir können viel Tempo spielen, das haben wir in vielen Spielen gezeigt, wir können einen richtig guten Ball nach vorne spielen“, zeigte sich Trainer Matthias Rudolph mit der Vorbereitung insgesamt zufrieden, auch wenn er mit dem Ergebnis vom Sonnabend nicht so gut leben konnte.

Turbine vergibt reihenweise Chancen

Denn die erste Halbzeit startete fulminant. Der Minutenzeiger war noch nicht einmal rum, als es schon 1:0 für Turbine hätte stehen können. Angreiferin Lara Prasnikar tauchte alleine vor Sparta-Torhüterin Megan Dorsey auf, doch die Turbine-Spielerin schoss knapp neben den rechten Pfosten. Die Gastgeberinnen blieben am Drücker, unter anderem versuchte es Sarah Zadrazil aus der Ferne. Die Österreicherin trug auch die Kapitänsbinde, die 26-Jährige ist in der kommenden Spielzeit die Spielführerin der Potsdamerinnen, Johanna Elsig Vizekapitänin. „Die ersten zehn bis 15 Minuten haben wir eigentlich gut gespielt, haben uns viele Torchancen rausgespielt, da waren hundertprozentige dabei und wir hätten eigentlich 2:0 oder 3:0 führen müssen“, sagte Viktoria Schwalm, die ein gutes Spiel über die linke Seite machte.

In Bildern: Zur Saisoneröffung empfängt Turbine Potsdam Sparta Prag zum Test.

Zur Saisoneröffung trennten sich Turbine Potsdam und Sparta Prag 1:1 unentschieden. Zur Galerie
Zur Saisoneröffung trennten sich Turbine Potsdam und Sparta Prag 1:1 unentschieden. © René Teichmann
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Doch nach der starken Anfangsphase der Turbinen gab sich Christina Burkenroad als Spielverderbin. Prags Angreiferin umkurvte nach einem Steilpass Turbines neue Nummer Eins Vanessa Fischer und stellte auf 0:1 (8. Minute). Anschließend waren die Turbinen kurze Zeit unsortiert und hatten Glück, als die Tschechinnen einen Fehlpass von Viktoria Schwalm nicht zum 0:2 nutzten. „Das sind die Prozesse, da muss man schneller wieder klar werden, wenn man im Spiel so ein Gegentor bekommt. Deshalb ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass es uns in der Vorbereitung passiert ist und nicht nächste Woche in Frankfurt“, sagte Trainer Matthias Rudolph.

Streitgespräche auf dem Spielfeld

Viktoria Schwalm leitete mit einem schönen Fernschuss (19.) die nächste Drangphase von Turbine ein. Ganz nah am Ausgleich dran war anschließend Innenverteidigerin Rahel Kiwic, die mit einem Kopfball an der glänzend reagierenden Megan Dorsey scheiterte. In der 31. Minute tänzelte Sarah Zadrazil die Hintermannschaft aus Prag an der Torauslinie aus, doch ihre scharfe Hereingabe fand keine Abnehmerin. Und in der 35. Minute machte sich Megan Dorsey endgültig zur Spielerin der ersten Halbzeit, als sie erneut gegen Lara Prasnikar parierte. Damit endete die unterhaltsame erste Halbzeit, in der es die ein oder andere Nickeligkeit gab und die Spielerinnen das ein oder andre Streitgespräch führten. „Gegen Sparta ist es immer so, das wissen wir. Deshalb war das auch ein guter Test für Freitag, denn in Frankfurt wird es genauso laufen, die werden uns auch keinen Zweikampf schenken“, sagte Viktoria Schwalm.

Anfang der zweiten Halbzeit verflachte die Partie dann etwas. Die erste wirklich torgefährliche Situation gab es erst in der 63. Minute, als Karoline Krivska knapp am Tor vorbeischoss. Im direkten Gegenzug machte es Lara Prasnikar allerdings besser, auch wenn sie es bei Weitem nicht so schwer hatte. Nach einer feinen Einzelleistung von Viktoria Schwalm über die linke Seite musste die Angreiferin in der Mitte nur noch einschieben – der insgesamt verdiente Ausgleich (63.). Drei Minuten später musste Vanessa Fischer eingreifen und verhinderte die erneute Führung der Gäste.

Vierfachwechsel bei Turbine

In der 69. Minute reagierte Trainer Matthias Rudolph mit einem Vierfachwechsel und die vier Neuen sorgten gleich für Schwung, den die sehr aktive Viktoria Schwalm in der 74. Minute fast zum 2:1 nutzte, doch ihr Schuss streifte nur das Außennetz. Ähnlich nah dran war Rieke Diekmann in der 82. Minute, die mit ihrem Fernschuss an Prag-Torhüterin scheiterte.

Am kommenden Freitag (18.30 Uhr, Eurosport) eröffnen die Turbinen beim 1. FFC Frankfurt die neue Bundesligasaison. „Erstmal muss man sagen, dass es eine super Auftaktveranstaltung ist, wenn zwei solch traditionsreiche Mannschaften gegeneinander spielen. Es steht immer die Frage im Raum, ob da nicht der deutsche Meister vielleicht aus Respekt, dass er den Titel geholt hat, das Eröffnungsspiel macht. Ansonsten freuen wir uns wahnsinnig darauf. Flutlicht, so ein traditionsreiches Derby, zwei junge Mannschaften, die unbedingt gewinnen wollen – ich glaube, das verspricht eine Menge Action auf dem Platz", sagte Rudolph.

Turbine Potsdam: Vanessa Fischer - Anna Gasper (82. Bianca Schmidt), Rahel Kiwic (69. Lara Schmidt), Johanna Elsig, Anna Gerhardt (69. Sara Agrez) - Luca Maria Graf (46. Rieke Dieckmann), Sarah Zadrazil - Nina Ehegötz (69. Sophie Weidauer), Gina Chmielinski (69. Marie Höbinger), Viktoria Schwalm (82. Klara Cahynova) - Lara Prasnikar.

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