17. September 2021 / 18:30 Uhr

Saisonrückblick bei den Leipzig Kings: Ein mitteldeutsches Königreich im Football

Saisonrückblick bei den Leipzig Kings: Ein mitteldeutsches Königreich im Football

Matthias Müller
Leipziger Volkszeitung
Leipzig Kings,Coach Fred Armstrong
Fred Armstrong ist noch immer beeindruckt, wie schnell die Leipzig Kings in der lokalen Football-Szene aufgenommen wurden. © Verein
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Die Leipzig Kings haben sich in ihrer ersten Saison in der European League of Football wacker geschlagen, vor allem wenn man die sehr kurze Vorbereitungszeit bedenkt. Coach Fred Armstrong möchte nun langfristige Strukturen auf und neben dem Feld setzen.

Leipzig. Ein letztes Mal in dieser Football-Spielzeit kamen am Freitag die lokalen Pressevertreter zusammen, um den Worten Fred Armstrongs zu lauschen. Der US-amerikanische Coach warf gemeinsam mit Pressesprecher Frank Schmiedel einen Blick zurück auf das erfolgreiche erste Jahr in der European League of Football (ELF).

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Die Leipzig Kings haben eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen und bis zur letzten Sekunde um die Playoffs mitgespielt.„Ich bin sehr dankbar für diese auch für mich völlig neue Erfahrung. In 30 Jahren als Trainer habe ich noch kein Team in fünf Wochen aufbauen müssen. Das habe ich dem Staff, den Spielern und vor allem den Fans zu verdanken. Die ganze Liste würde einen eigenen Artikel füllen“ so der stets sympathische Kings-Coach.

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Es ist tatsächlich beeindruckend, wie schnell das neue Team in der lokalen Football-Szene Anhängerfans fand. Aus ganz Mitteldeutschland strömten im Schnitt über 2.000 Fans zu den Heimspielen im Alfred-Kunze-Sportpark und blieben auch bei Niederlagen eine Stütze.

„Auch die Liga hat gesehen, wie überwältigend die Resonanz war. Nun ist es unser Ziel, langfristige Strukturen zu setzen, auf- und abseits des Feldes. Ich möchte während der Offseason auch die anderen mitteldeutschen Football-Programme besuchen. Denn am Ende brauchen wir lokale Talente, um Erfolg zu haben“, meint Armstrong. Der Coach will seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängern. Für die kommende Saison haben sich zusätzliche Investoren angekündigt.

Verhandlungen wegen Spielstätte

Die Zahl der Arbeitskräfte um das Team herum müsse erhöht werden, damit die Franchise erfolgreich wachsen kann. Gegen Ende der Saison gab es fünf Übungsleiter bei den Kings, die Frankfurt Galaxy beschäftigen 19. Ob der AKS kommende Saison noch die Heimspielstätte der Kings sein wird, muss mit Chemie Leipzig verhandelt werden.

Ein Verbleib gilt als wünschenswert, denn das erste American-Football-Spiel in der DDR fand dort am 3. März 1990 zwischen den Stuttgart Scorpions and Baden Greifs statt. „Jeder hat gesehen, wie die Fans uns aufgenommen haben. Und die BSG hat die besten Platzwarte der Welt, denn vor jedem Spiel war der Platz in hervorragender Verfassung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Stadion, nur gegen die Mücken müssen wir was unternehmen“, resümierte der Coach lächelnd.