18. Oktober 2019 / 12:51 Uhr

Nach "Salut-Affäre": DFB verzichtet auf Konsequenzen für Ilkay Gündogan und Emre Can

Nach "Salut-Affäre": DFB verzichtet auf Konsequenzen für Ilkay Gündogan und Emre Can

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan und Emre Can haben nach ihrem umstrittenen Like für den Salut-Jubel der türkischen Nationalmannschaft keine Konsequenzen seitens des DFB mehr zu befürchten.
Ilkay Gündogan und Emre Can haben nach ihrem umstrittenen Like für den Salut-Jubel der türkischen Nationalmannschaft keine Konsequenzen seitens des DFB mehr zu befürchten. © imago images / Team 2
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Generalsekretär Friedrich Curtius hat nach dem Ärger um die Instagram-Likes von Ilkay Gündogan und Emre Can für den militärischen Salut-Jubel der türkischen Nationalelf weitere Konsequenzen für die DFB-Stars ausgeschlossen.

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Der DFB verzichtet in der Affäre um Ilkay Gündogan und Emre Can auf Konsequenzen für die beiden Nationalspieler. "Ich verstehe die große Emotionalität bei diesem Thema. Wir haben danach auch mit beiden Spielern gesprochen. Mich haben ihre Erklärungen überzeugt", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Das türkischstämmige DFB-Duo hatte Kritik auf sich gezogen, nachdem beide einen Instagram-Post des türkischen Nationalspielers Cenk Tosun geliked hatten. Das Bild hatte den Salut-Jubel der türkischen Nationalspieler beim EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (1:0) gezeigt. Wie der türkische Verband später erklärte, hätten die Fußballer "dieses Tor mit dem Militärgruß den Soldaten geschenkt, die in der 'Operation Friedensquelle' dienen".

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DFB-Generalsekretär: "Zurückgenommene Likes haben "in der Türkei Aufmerksamkeit erzeugt"

Curtius ist überzeugt, dass die zurückgenommenen Likes von Ilkay Gündogan und Emre Can in der Türkei große Aufmerksamkeit erfahren haben. „Sie haben beide klar gesagt, dass sie gegen Krieg sind und gegen jede Form von Gewalt. Ich glaube, das hat in der Türkei sehr viel mehr Aufmerksamkeit erzeugt, als wenn sie geschwiegen hätten“, sagte Curtius. Beide türkischstämmigen Auswahlfußballer hatten zunächst ein Bild der türkischen Nationalspieler beim Militär-Salut geliked, diese Likes aber später wieder zurückgenommen.

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Curtius: Zurücknehmen der Likes war klare Stellungnahme von Gündogan und Can

Auf die Frage, warum der DFB sich nicht sofort von den Likes der beiden abgegrenzt habe, antwortete Curtius: „Nach dem Bekanntwerden der Likes haben die Spieler in Tallinn noch vor dem Anpfiff selbst Stellung bezogen. Und mit dem direkten Zurücknehmen der Likes haben sie darüber hinaus eine deutliche Distanzierung zum Ausdruck gebracht.“

DFB-Manager Oliver Bierhoff habe am Montag noch einmal explizit von einem klaren Fehler gesprochen und mit seinen Aussagen unterstrichen, „für welche verbindenden Werte der Verband steht“, sagte Curtius.

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