15. Februar 2022 / 13:50 Uhr

Salzburg-Spiel, Abwehr-Probleme und Zukunft: Bayern-Profi Thomas Müller gibt Einblicke

Salzburg-Spiel, Abwehr-Probleme und Zukunft: Bayern-Profi Thomas Müller gibt Einblicke

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller trifft mit dem FC Bayern in der Champions League auf RB Salzburg.
Thomas Müller trifft mit dem FC Bayern in der Champions League auf RB Salzburg. © Getty Images
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Der FC Bayern ist nach der bitteren Bundesliga-Pleite in Bochum am Mittwoch in der Champions League gefordert. Im Achtelfinal-Hinspiel bei RB Salzburg wollen die Münchner eine Reaktion zeigen. Das erklärte auch Offensivspieler Thomas Müller auf der Pressekonferenz.

Die Verantwortlichen und Fans des FC Bayern erwarten eine deutliche Reaktion auf die Bundesliga-Schlappe in Bochum. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) gastieren die Münchner in der Champions League bei RB Salzburg - und wollen einen Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale legen. "Auf das kommende Spiel sind wir heiß", versprach Thomas Müller am Dienstag bei der Pressekonferenz. Zudem sprach der 32-jährige Nationalspieler über...

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...die Folgen nach der Bochum-Niederlage: "Es ist eine Mischung. Es trifft schon zu, dass wenn wir verlieren, das Selbstverständnis schon einen Kratzer kriegt, aber auch die Ehre gekitzelt wird. Die Erfolge, die wir in den letzten Wochen und Monaten hatten, tragen teilweise dazu bei, dass wir zeigen, dass wir menschlich sind. Wir wurden aufs Deutlichste erinnert, dass es dann teilweise nicht reicht. Entsprechend sind wir heiß auf das Spiel. Nichtsdestotrotz wollen wir solche Niederlagen nicht als Vehikel nutzen, um uns wach zu rütteln. Wir müssen aus diesen Niederlagen die Lehren ziehen. Am Mittwoch müssen wir zielstrebig in die richtige Richtung gehen."

...die Kritik von Lothar Matthäus an Hernández und Upamecano: "Jeder Spieler wird auch einzeln bewertet. Gerade gegen Bochum fallen mir nicht viele Spieler ein, außer Lewy, der mit zwei Toren seinen Job gemacht hat und Ulle, dem man keinen Vorwurf machen kann. Aber viele Spieler sind nicht an die 100 Prozent gekommen, da schließe ich mich mit ein. Gerade in der ersten Halbzeit war es von den Zweikämpfen nicht gut. Bochum spielt zu Hause gut. Es gab mehrere Faktoren, Bochum hat eine unangenehme Spielweise. Insgesamt war es aber zu wenig von uns als Mannschaft, wir sind nicht an unsere Leistung herangekommen."

...die Abwehr-Schwäche und Mentalitätsfrage: "Grundsätzlich sehe ich es kritisch, etwas als besser oder schlechter als letzte Saison zu bezeichnen. Wir haben den Anspruch, dass wir zweikampf- aber auch fußballerisch stark sind. Unser Spiel ist nicht darauf ausgelegt, alle zehn Sekunden einen Luftzweikampf zu führen. Man muss das differenziert sehen. Ich weiß nicht, wie wir im Vergleich zur Vorsaison bei den Gegentoren stehen. Wir tun gut daran, analytisch an das Ganze heranzugehen. Mit Mentalität ist immer alles schnell und leicht erklärt. Es ist auch eine Frage, wie stark man leiden will für einen Erfolg. Wir wollen es ansteuern, dass wir nicht den Druck von außen benötigen."

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...Gegner RB Salzburg: "Salzburg hat sich in den letzten Jahren etabliert, auch in der Champions League. Sie haben das Ziel jahrelang knapp verpasst. In der Liga sind sie das Maß der Dinge. Um in die K.o.-Runde zu kommen, musst du Qualität haben und das mehrmals auf den Rasen bringen. Die Qualität geht schon nach oben, deshalb sind wir da gewarnt."

...die Atmosphäre in Salzburger Stadion: "Ich freue mich, dass wir eine Stimmung haben, die einem Champions League-K.o.-Spiel gerecht wird. Salzburg ist nicht weit weg, es gibt auch viele Bayern-Fans dort. Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Salzburg spielt modernen Fußball, der geprägt ist von Tempo und auch ein Stück weit von Chaos. Da müssen wir uns drauf einstellen. Wir müssen unsere Angriffe zu Ende spielen, nicht in Schönheit sterben. Es ist ein K.o.-Spiel und dementsprechend müssen wir auch agieren, da gibt es keine zwei Meinungen."

...die kommenden Wochen: "Ich freue mich, dass wir eine Stimmung haben, die einem Champions League-K.o.-Spiel gerecht wird. Salzburg ist nicht weit weg, es gibt auch viele Bayern-Fans dort. Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Salzburg spielt modernen Fußball, der geprägt ist von Tempo und auch ein Stück weit von Chaos. Da müssen wir uns drauf einstellen. Wir müssen unsere Angriffe zu Ende spielen, nicht in Schönheit sterben. Es ist ein K.o.-Spiel und dementsprechend müssen wir auch agieren, da gibt es keine zwei Meinungen."

...eine mögliche Reibung im Team: "Das ist eine Beurteilung von außen. Ich weiß, was er (Uli Hoeneß, Anm. d. Red.) meint. Am Ende werden wir nach unseren Ergebnissen bewertet. Gegen Bochum war es ein katastrophales Ergebnis. Das haben wir schon besprochen, wir sind sehr selbstkritisch. Wir haben schon auch Reibung. Viele von uns kennen sich schon über Jahre. Die Kräfte, die aus diesem Vertrauen, entstehen, setzten mehr Kräfte frei. Ich sehe uns auf einem guten Weg. Wir sollten uns mit den inhaltlichen und psychologischen Ansätzen beschäftigen."

...die Stimmung in der Mannschaft: "Wir streiten nicht, wenn es keinen Grund dafür gibt. Bis auf das Bochum-Spiel haben wir die Spiele positiv bestritten. Bis dato gab es keinen Grund zu streiten. Wir haben einen gesunden Blick auf das Ganze und den Anspruch, dass solche Leistungen wie in Bochum nicht vorkommen. Dafür arbeiten wir. Wir machen nicht die Augen zu und haken es ab, wir sind da sehr analytisch und selbstkritisch."

...seine sportliche Zukunft: "Ich will mich auf das Sportliche konzentrieren. Ich fühle mich beim FC Bayern sehr wohl und weiß, was ich an dem Verein habe. Ich habe noch Vertrag bis 2023 und da ist nicht die Brisanz drin, die daraus gemacht wurde. Ich bin sehr glücklich, und wenn man meine Performance auf dem Platz sieht, ist der Verein auch glücklich. Es gibt keinerlei kritisches Momentum, es sind alle entspannt und gehen sehr familiär damit um."

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