16. Februar 2022 / 20:33 Uhr

Samstag kommt Hoffenheim: Warum Wolfsburg nicht gern ans Hinspiel denkt

Samstag kommt Hoffenheim: Warum Wolfsburg nicht gern ans Hinspiel denkt

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Chance auf Revanche: Im Hinspiel kassierte der VfL noch unter Trainer Mark van Bommel (l.) bei 1899 Hoffenheim seine erste Saison-Niederlage. Florian Kohfeldt (r.) will es mit Wolfsburg am Samstag besser machen.
Chance auf Revanche: Im Hinspiel kassierte der VfL noch unter Trainer Mark van Bommel (l.) bei 1899 Hoffenheim seine erste Saison-Niederlage. Florian Kohfeldt (r.) will es mit Wolfsburg am Samstag besser machen. © imago images/Eibner
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Der VfL Wolfsburg will gegen 1899 Hoffenheim seine Siegesserie fortstzen. Allerdings hat der Bundesligist keine gute Erinnerung an die Kraichgauer - denn das letzte Aufeinandertreffen war der Beginn eines Absturzes.

Nach zwei Siegen in Folge will der VfL Wolfsburg seinen Aufwärtstrend am Samstag (15.30 Uhr) gegen 1899 Hoffenheim fortsetzen. Allerdings: An die Kraichgauer hat der Fußball-Bundesligist zumindest aus der jüngeren Vergangenheit keine guten Erinnerungen. Schließlich hat die TSG mit ihrem Sieg in der Hinrunde dafür gesorgt, dass es mit dem VfL bergab ging...

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Mit vier Erfolgen in Serie waren die Wolfsburger unter Coach Mark van Bommel perfekt in die laufende Spielzeit gestartet. Es folgte in der Liga ein Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt - ehe sich der VfL Ende September bei den Hoffenheimern das erste Mal geschlagen geben musste. Das 1:3 war der Beginn eines lange anhaltenden Negativlaufs, der den Klub aus der VW-Stadt in der Tabelle abrutschen ließ und van Bommel letzten Endes im Oktober nach gerade einmal 116 Tagen den Job kostete. Nach insgesamt vier Pleiten am Stück musste der Niederländer gehen, Florian Kohfeldt übernahm. Und für Hoffenheim, die mäßig gestartet waren, ging's hingegen bergauf, jetzt ist der Klub Fünfter.

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Am Samstag bietet sich dem VfL also die Chance, sich für die Hinspiel-Pleite zu revanchieren. "Ich bin gespannt, wie wir auf ihren Ansatz reagieren. Sie versuchen, alles fußballerisch zu lösen. Das wird ein anderes Spiel, für den neutralen Zuschauer vielleicht sogar das attraktivere", glaubt Kohfeldt und vergleicht das kommende Duell vor allem mit der Partie gegen Fürth. Gegen den Tabellenfünften wird's alles andere als leicht, "diese Herausforderung in diesem Extrem" habe Kohfeldts Team in der Rückrunde noch nicht gehabt. "Alle Team inklusive Leipzig haben schnell den Weg in die Tiefe gesucht. Jetzt geht's gegen eine Mannschaft, die geduldig Dinge vorbereitet, um dann zuzupacken."

Nach drei Liga-Niederlagen in Folge und dem Aus im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg (1:4) ist die TSG zurück in der Erfolgsspur. "Sie hatten auch eine Phase mit vier Niederlage, haben das Ding gegen Bielefeld geholt", wei Kohfeldt. 1899 hatte sich am vergangenen Wochenende mit 2:0 gegen die Arminia durchgesetzt. Aber es gibt auch nicht so schöne Nachrichten beim kommenden Wolfsburg-Gegner. Hoffenheim-Coach Sebastien Hoeneß muss am Samstag auf seine Mittelfeldspieler Dennis Geiger und Florian Grillitsch (beide fünfte Gelbe Karte) verzichten.

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Die Wolfsburger verbinden aber nicht nur Negatives mit den Hoffenheimern, es gibt auch Mutmacher. Hatten die Kraichgauer nach der Hinrunde der Saison 2008/09 noch ganz oben in der Tabelle gestanden, so überflügelte der VfL den Kontrahenten in der zweiten Saisonhälfte und sicherte sich so den Meistertitel. Zwei Jahre später war Hoffenheim erneut das Zünglein an der Waage: Mit einem 3:1-Auswärtssieg sicherte sich Wolfsburg am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Und damit nicht genug: Der VfL verlor lediglich ein Heimspiel gegen die TSG - vor genau zehn Jahren, die Partie endete 1:2. Ansonsten gab's fünf Unentschieden und sieben Erfolge.

Zweifelsohne benötigt der VfL gegen Hoffenheim einen Sahnetag, um bestehen zu können. Laut Jörg Schmadtke brauche es diesmal "eine bessere Leistung als in den vergangenen Spielen". Denn vor dem 1:3 im Hinspiel hatte es in der Rückrunde der Vor-Saison ein 1:2 gegeben. Aber der VfL-Manager weiß: "Hoffenheim gehört momentan zu den stärksten Mannschaften. Sie stehen gut, bringen Tempo mit und haben Selbstvertrauen."

Kramaric wird zum Wolfsburg-Spiel wohl fit

Bei der 1899 Hoffenheim ist die Rückkehr von Andrej Kramaric das Top-Thema vor dem Spiel am Samstag in Wolfsburg. Der kroatische Angreifer war zuletzt nach einer Corona-Infektion in häuslicher Isolation, am Mittwoch trainierte er wieder mit.

Ob es für die Partie beim VfL bei Kramaric reicht, ist noch offen, aber es sieht gut aus. „Er ist mit Sicherheit ein Ausnahmespieler. Nach dem, was ich lese, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er am Samstag auf dem Platz stehen wird“, so Wolfsburg-Coach Florian Kohfeldt, der sich zusammen mit seinem Trainerteam auf dieses Szenario vorbereitet hat.

Im Hinspiel hatte Kramaric nach Wolfsburgs Führung mit dem Treffer zum 1:1 (Endstand 3:1 für Hoffenheim) die Wende eingeleitet, insgesamt kommt der 30-Jährige in dieser Bundesliga-Saison auf drei Treffer und sieben Vorlagen in 20 Einsätzen. Beim 2:0-Sieg zuletzt gegen Arminia Bielefeld hatte Christoph Baumgartner Kramaric ersetzt.

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