10. Mai 2021 / 19:00 Uhr

Sandra Wilck hört auf, und Lena Schmidt kommt zurück

Sandra Wilck hört auf, und Lena Schmidt kommt zurück

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Lena Schmidt kehrt zur HSG Nord zurück.
Lena Schmidt © ISABELL MASSEL
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Gute und schlechte Nachricht für die HSG Nord Edemissen: Lena Schmidt kehrt von Eintracht Hildesheim zum Landesliga-Team zurück. Aber Torhüterin Sandra Wilck will nach der langen Corona-Pause nicht wieder anfangen.

​Das Personalkarrussel bei Edemissens Landesliga-Handballerinnen dreht sich weiter. Nachdem kürzlich die Zugänge von drei Spielerinnen aus Misburg vollzogen und die Abgänge von Charlotte Höper und Kae Majometano bekannt wurden (PAZ berichtete), stehen nun zwei weitere Wechsel fest. Und die haben es in sich: Denn mit Rekord-Torhüterin Sandra Wilck wird der langjährige Rückhalt der HSG-Nord-Damen-Mannschaft die Handball-Karriere beenden. Im Gegenzug kehrt mit Lena Schmidt eine frühere Leistungsträgerin zur Handball-Spielgemeinschaft Nord zurück.

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„Dass Sandra aufhört, ist für uns ein herber Verlust – menschlich und sportlich“, bedauert HSG-Nord-Trainer Julian Winkel den Entschluss von Wilck, die im Dezember 50 Jahre alt wird. Ein Grund ihres Karriereendes ist, dass sie es als schwierig erachte, nach der langen coronabedingten Pause wieder in Gang zu kommen. „Und irgendwie ist es blöd, dass Sandra ihre Karriere nicht auf der Platte beenden kann.“

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Mit dem Ausscheiden Wilcks werde zu seinem Bedauern das HSG-Nord-Torwart-Trio gesprengt. Mehr noch: „Denn unsere beiden jungen Torfrauen können eine Abwehr noch nicht so dirigieren, wie Sandra es tat. Dazu war ihr Können herausragend. Sie konnte die Kiste in manchen Spielen für zehn Minuten komplett dicht machen.“

Als Abwehr-Stabilisator ist auch Lena Schmidt bekannt, deren einjähriges Gastspiel in der Oberliga-Mannschaft von Eintracht Hildesheim endet. Winkel bestärkte die Kreisläuferin in mehreren Telefonaten, zu ihrem Stammverein zurückzukehren. „Denn sie betrieb einen hohen Aufwand, um in der Oberliga zu spielen: Dreimal die Woche Training, dazu die Fahrerei. Da geht schon einiges an Zeit drauf. In Edemissen ist das anders, für Lena liegt alles quasi vor der Haustür.“

Sportlich habe die Abbensenerin seit ihrem Wechsel im vergangenen Sommer in Hildesheim ohne größere Schwierigkeiten Fuß gefasst. „Sie kam in allen Spielen der Hinrunde zum Einsatz. Deswegen hat sich Lena mit ihrer Entscheidung, zu uns zu kommen, ein bisschen schwer getan. Aber egal – für meine Mannschaft ist sie eine ganz klare Verstärkung.“