10. November 2019 / 11:59 Uhr

Offiziell: FSV Mainz 05 trennt sich von Trainer Sandro Schwarz - Lichte übernimmt

Offiziell: FSV Mainz 05 trennt sich von Trainer Sandro Schwarz - Lichte übernimmt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sandro Schwarz ist nicht mehr Trainer von Mainz 05.
Sandro Schwarz ist nicht mehr Trainer von Mainz 05. © imago images/Jan Huebner
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Nach einer sportlichen Talfahrt mit neun Niederlagen in den letzten elf Spielen hat der 1. FSV Mainz 05 die Reißleine gezogen und Trainer Sandro Schwarz freigestellt. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

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Der 1. FSV Mainz 05 hat sich nach einer bitteren sportlichen Talfahrt von Trainer Sandro Schwarz getrennt. Das bestätigte der Klub am Sonntagmittag auf Twitter. Die Mainzer hatten wettbewerbsübergreifend in den vergangenen elf Spielen neun Niederlagen kassiert, darunter waren das 0:8 bei RB Leipzig und am Samstag die 2:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Union Berlin. Wegen dieser Horror-Bilanz fiel der Ex-Klub der Star-Trainer Jürgen Klopp und Thomas Tuchel auf den Relegationsplatz. Eine kurzfristiger Nachfolger wurde noch nicht benannt.

"Die Entscheidung zur Trennung ist uns ungeheuer schwergefallen", wurde Sportvorstand Rouven Schröder zitiert. "Sandro ist Mainzer und 05er durch und durch. Er hat sich immer mit großer Akribie, großem Fachwissen, Leidenschaft und Emotionalität für seinen Verein und seine Mannschaft eingesetzt." Bis ein neuer Cheftrainer gefunden wurde, übernimmt der bisherige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte die Mannschaft, der zuletzt bei Hannover 96 arbeitete.

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Schwarz war seit Juli 2017 Trainer der Mainzer, konnte im Schnitt aber nur 1,14 Punkte pro Spiel holen. Der frühere Spieler der Rheinhessen und Freund von Liverpool-Trainer Jürgen Klopp war zuvor bereits in der Jugend der Mainzer als Trainer tätig gewesen. Bereits mehrfach hatte Schröder zuvor in brenzligen Situationen zum 41-Jährigen gehalten, der in Mainz geboren wurde. Zuletzt auch nach der historischen Pleite in Leipzig. Nun sei es nach "intensiven Gesprächen am Samstagabend und Sonntagmorgen" zur Trennung gekommen.

Mainz-Sportvorstand Schröder nach Pleite: "Werden Dinge ganz klar ansprechen"

Das 2:3 gegen Union bezeichnete Mainz-Profi Ridle Baku als "Tiefpunkt", nach dem man schauen müsse, "dass wir konstant unsere Leistungen auf den Platz bringen. Das fehlt uns seit Wochen". Schwarz selbst sprach von einer "schlussendlich verdient(en)" Niederlage.

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Schröder hatte zuvor das Aufkommen einer Trainerdebatte noch im Keim erstickt. „Ich möchte nicht jede Woche ein Plädoyer halten“, sagte Schröder am Samstagabend mit Blick auf Sandro Schwarz. „Wir werden morgen früh trainieren und die Dinge ganz klar ansprechen. Daran wird sich nichts ändern.“ Der 44-Jährige hatte bereits nach dem 0:8-Debakel in Leipzig am Wochenende zuvor den Chefcoach verteidigt. Nach dem erneuten Rückschlag in der sind die Rheinhessen auf den Relegationsplatz abgerutscht. Mit 12:30 Toren weisen die Mainzer zudem ein schlechtes Torverhältnis auf.

„Entscheidend ist, dass wir die Überzeugung haben: Wir tun alles dafür, um erfolgreich Fußball zu spielen. Es geht nicht um Personen, es geht um den Verein“, sagte Schröder und betonte: „Das Vertrauen in die Mannschaft bleibt.“ Er sei zu hundert Prozent davon überzeugt, dass die das Potenzial für die Bundesliga habe. „Im Moment hat sie eine schwierige Phase. Klar, wir müssen die Kurve kriegen - und das sollten wir schnellstmöglich.“