31. August 2020 / 16:48 Uhr

Sanierter Platz beim TSV Luthe: Trainer Ulrich frohlockt über "englischen Rasen"

Sanierter Platz beim TSV Luthe: Trainer Ulrich frohlockt über "englischen Rasen"

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Luthes Trainer Steffen Ulrich freut sich über das sanierte Geläuf beim TSV. 
Luthes Trainer Steffen Ulrich freut sich über das sanierte Geläuf beim TSV.  © CHRISTIAN HANKE
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Zur neuen Saison finden die Bezirksliga-Kicker des TSV Luthe ideale Bedingungen vor. Der Rasenplatz an der Kleinen Heide wurde saniert. Für Trainer Steffen Ulrich ein weiterer Pluspunkt beim Plan, seine Mannschaft fußballerisch weiterzuentwickeln.

Es fühlt sich fast an wie Wembley. „Das ist englischer Rasen. Phänomenal“, schwärmt Steffen Ulrich. Sein Bezirksligateam bereitet er gerade auf die neue Saison vor, und dabei fällt sein Blick immer wieder auf das satte, gepflegte Grün der heimischen Anlage an der Kleinen Heide, das das Herz des Trainers des TSV Luthe höher schlagen lässt.

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„Da muss man auch mal ein Lob aussprechen“, meint er. Ein Dankeschön an die Stadt Wunstorf, die noch in der Vergangenheit selten zögerlich gewesen ist, bei schlechteren Witterungsverhältnissen das Fußballspielen in Luthe zu verbieten, um das Geläuf zu schonen – nun aber dafür gesorgt habe, dass die TSV-Kicker ideale Bedingungen vorfänden.

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Eigener Brunnen garantiert Bewässerung

„Schon im April hat die Stadt den Platz sanieren lassen. Jetzt können wir vor der Saison bei uns sogar Testspiele bestreiten – das ist ewig her“, sagt Ulrich. Ein eigener Brunnen hilft dabei, dass der Klub seinen liebgewonnenen Rasen regelmäßig bewässern kann. Schließlich wollen Luthes Kicker lange etwas von ihm haben – und im fünften Bezirksligajahr in Folge spielerisch variabler werden.


Hinten dicht machen und auf Konter lauern: Wenngleich diese Taktik bisher manchen Erfolg gesichert hat, studiert Ulrich mit seiner Mannschaft zum gewohnten 4-4-2 zurzeit weitere Systeme ein. „Natürlich orientieren wir uns auch weiter am Gegner. In Zukunft wollen wir aber flexibler sein“, sagt der Trainer. Lernziel: Weniger lange Bälle, mehr Ballbesitz, ohne jedoch dabei „in Hurra-Fußball zu verfallen“, so Ulrich. „Wenn wir 5:4 gewinnen, ärgern mich die vier Gegentore.“

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Fast der komplette Stamm bleibt

Nahezu den kompletten Stamm gehalten zu haben – nur Robert Berg (wechselt in die Ü32) und Tim Nüßlein (hat aufgehört) sind nicht mehr dabei – und dadurch mit einem eingespielten Kader planen zu können, erleichterte Ulrich den Start nach langer Coronapause. „Wir sind gut aus der Krise gekommen, es läuft super“, sagt er, zumal ein Großteil des momentan 23-köpfigen Aufgebots bei jeder Einheit dabei sei. Darunter mit Melwin Bettels einer von vier Neuzugängen, von dem Ulrich jetzt schon sagt, dass er voll eingeschlagen habe. TSV-Verteidiger Leonard Brünner hat den 22 Jahre alten, robusten Mittelfeldspieler an der Universität kennengelernt und konnte ihn vom VfR Germania Ochtersum nach Luthe lotsen.

Nach den bereits im Winter verpflichteten Tom Günther (VSV Benthe) und Gürkan Yüksel (1. FC Wunstorf, A-Junioren) ist noch Luca Buss vom TSV Kolenfeld gekommen; zum Saisonstart wird es für ihn in der Bezirksliga 4 gleich ein Wiedersehen mit seinem bisherigen Klub geben. In den Testspielen kam auch der lange Zeit verletzte Yannick Walter wieder zum Einsatz.

Zum Auftakt in Kleefeld beim 1:1 gegen die SG Blaues Wunder sei seine Elf „noch nicht im Rhythmus“ gewesen, so Ulrich. Könnte auch an den Platzverhältnissen gelegen haben, die im krassen Gegensatz zu denen in Luthe gestanden hätten. Die Steigerung ließ indes nicht lange auf sich warten, mit einem ausgezeichneten Torhüter Thimo Lohmann zwischen den Pfosten wurde Rot-Weiß Estorf-Leeseringen mit 6:0 bezwungen.