25. Oktober 2019 / 22:28 Uhr

Sara Agrez sorgt für Erleichterung: Turbine Potsdam siegt gegen Bayer Leverkusen

Sara Agrez sorgt für Erleichterung: Turbine Potsdam siegt gegen Bayer Leverkusen

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Sara Agrez bejubelt den Siegtreffer.
Sara Agrez bejubelt den Siegtreffer. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Vor 1095 Zuschauern springen die Turbine-Kickerinnen auf den achten Rang.

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Sara Agrez riss sich die Maske vom Gesicht und warf sie hoch in die Luft. Der Torjubel der jungen Slowenin war am Freitagabend Ausdruck der Erleichterung, die bei Turbine Potsdam nach dem 1:0-Zittersieg gegen Bayer 04 Leverkusen überall zu spüren war. „Das war ein ganz wichtiger Sieg“, sagte die Torschützin, „wir hatten großen Druck und brauchten Punkte.“ Der Maskenjubel - eine Wette. "Ich habe gesagt, dass ich das mache, wenn ich ein Tor schieße. Es hat geklappt - und dann auch noch mit dem Kopf", erklärte der Neuzugang.

In Bildern: Turbine Potsdam gewinnt mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen.

Lara Prasnikar (l.), Luca Maria Graf (h.) und Sara Agrez freuen sich nach dem Tor. Zur Galerie
Lara Prasnikar (l.), Luca Maria Graf (h.) und Sara Agrez freuen sich nach dem Tor. © Jan Kuppert
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Auch Turbine-Trainer Matthias Rudolph waren nach dem ersten Erfolg nach vier Niederlagen in Folge Steine vom Herzen gefallen, wie er nach dem Abpfiff verriet. Dass seine Nerven einmal mehr bis zum Ende strapaziert wurden, lag daran, dass Agrez’ Führungstreffer – sie erzielte in der 25. Minute nach einer Ecke von Nina Ehegötz per Kopf das Tor des Abends – nicht für mehr Sicherheit im Spiel der Gastgeberinnen sorgte. Im Gegenteil: Denn gerade kurz vor der Pause hatte die Elf von Turbines früherem Co-Trainer Achim Feifel vor 1095 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion die besseren Chancen.

Ivana Rudelic zwang Vanessa Fischer aus 20 Metern zu einer Glanzparade (44.). Die war dann kurz danach auch bei Dora Zellers Versuch aus kurzer Entfernung auf dem Posten (45.). „Da müssen wir eigentlich ein Tor machen“, sagte Feifel, der vor der Pause noch Ann-Kathrin Vinken nach wiederholtem taktischen Foul mit Gelb-Rot verlor. Dabei waren zu Spielbeginn die Turbinen besser: Anna Gasper erzielte ein Abseitstor (3.), Bayer-Torfrau Anna Klink ließ eine Hereingabe abprallen, aber Lara Prasnikar konnte diesen Fauxpas nicht nutzen (23.).

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Die Konter in Überzahl habe sein Team in Hälfte zwei schlecht ausgespielt, so Rudolph. Es fehlte die Präzision im finalen Pass. Bestes Beispiel: Nina Ehegötz verpasste eine scharfe Flanke von Anna Gasper um Haaresbreite (59.). „Dass dann am Ende die Nervosität steigt, ist doch klar.“ Ivana Rudelic und Milena Nikolic blieben ständige Unruheherde. Und Rudelic hätte zehn Minuten vor dem Ende fast für den Ausgleich gesorgt, doch zum dritten Mal an diesem Abend ging die Fahne der Assistentin bei einem Gästetreffer nach oben. "Da hatten wir auch ein bisschen Glück", gab Vanessa Fischer zu.

"Der Sieg wird uns Selbstvertrauen geben", war sich Sara Agrez nach Spielende sicher. Matthias Rudolph hakte den dritten Saisonerfolg schnell ab und blickte bereits voraus: „Den Sieg wollen wir jetzt in Sand vergolden. Wir hoffen, dass er bei uns wieder ein paar Kräfte freisetzt.“

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