03. Juni 2020 / 15:31 Uhr

Sarah Straube erhält Profivertrag bei Dresdner Volleyballerinnen

Sarah Straube erhält Profivertrag bei Dresdner Volleyballerinnen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Sarah Straube gehört ab sofort fest zum Profiteam der DSC-Frauen.
Sarah Straube gehört ab sofort fest zum Profiteam der DSC-Frauen. © Matthias Rietschel
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Sie feierte mit den Frauen des Dresdner SC bereits den Pokalsieg in Mannheim. Nun bekommt Sarah Straube einen Profivertrag beim Volleyball-Bundesligisten. Gemeinsam mit Jenna Gray soll die 18-Jährige in der neuen Saison die Fäden im DSC-Spiel ziehen

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Dresden In der abgelaufenen Spielzeit musste sich Sarah Straube manchmal selbst kneifen, um zu realisieren, was gerade passiert. Jetzt, ein paar Wochen später, sitzt die gerade erst 18 gewordene Zuspielerin in der Margon-Arena und unterschreibt bei den DSC-Volleyballerinnen ihren ersten Profivertrag. Wie schon bei Mittelblockerin Monique Strubbe bindet der fünfmalige deutsche Meister die gebürtige Suhlerin drei Jahre an sich und setzt damit zugleich die Philosophie, den eigenen Nachwuchs zu entwickeln, fort.

Ihre Feuertaufe im Erstliga-Team hat die talentierte Zuspielerin bereits mit Bravour bestanden. Schneller als geplant rückte sie nach der Erkrankung von Mareen von Römer in den Erstliga-Kader und überzeugte auf Anhieb. Unvergessen ihr mutiger, beherzter Auftritt beim Pokalfinale in Mannheim. So steht auch Trainer Alexander Waibl die Freude über den Vertragsabschluss ins Gesicht geschrieben. „Ich hatte Sarah schon seit ein paar Jahren im Auge. Ursprünglich kam sie vor fünf Jahren als Außenangreiferin zu uns, wurde erst in Dresden zur Zuspielerin ausgebildet. Sie kann sich trotz ihrer Größe sehr gut bewegen, agiert mutig, auch unter Druck, stellt sich in den Dienst der Mannschaft und bringt Persönlichkeit mit. Sie hat nicht nur Talent, sondern ist fleißig und verfügt über den Ehrgeiz, weiter an sich zu arbeiten“, schwärmt der Chefcoach, der davon überzeugt ist, dass sie es zur Nummer eins auf ihrer Position in naher Zukunft schaffen kann.

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Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. Zur Galerie
Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. ©

In der kommenden Spielzeit soll die Sportgymnasiastin an der Seite der US-Amerikanerin Jenna Gray weiter reifen. Und vielleicht kann die 1,85 m große Athletin einmal in die Fußstapfen ihres Idols Mareen von Römer treten, die sie in der abgelaufenen Saison noch live erleben durfte. „Noch vor wenigen Jahren habe ich ihr als Ballkind bei den Spielen in der Margon-Arena die Bälle zugeworfen. Sie war schon eine, zu der ich aufgeschaut habe. Dann stand ich letzte Saison plötzlich neben ihr auf dem Feld. Das war schön“, berichtet Sarah Straube stolz und hofft, auch in Zukunft von der inzwischen zurückgetretenen Regisseurin den einen oder anderen Tipp zu bekommen.

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Luft nach oben sieht die manchmal zu perfektionistisch agierende Zuspielerin (O-Ton Alexander Waibl) für sich selbst noch genügend: „Ich will in meiner Technik sicherer werden, brauche in Abwehr oder Block noch mehr Stabilität“, weiß sie. Daran will die Junioren-Nationalspielerin in Zukunft arbeiten. Erst einmal wartet nun der Umzug in die erste eigene Wohnung und auch die Fahrschule will sie möglichst bald abschließen.