17. Oktober 2020 / 13:24 Uhr

Saturday-Night-Bundesliga: Für Wolfsburg nichts Neues

Saturday-Night-Bundesliga: Für Wolfsburg nichts Neues

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Saturday-Night-Drama und Saturday-NIght-Platzverweis: Bas Dost traf 2012 in Stuttgart, Josuha Guilavogui sah 2018 Gelb-Rot.
Saturday-Night-Drama und Saturday-NIght-Platzverweis: Bas Dost traf 2012 in Stuttgart, Josuha Guilavogui sah 2018 Gelb-Rot. © Boris Baschin / dpa
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Fußball-Bundesliga am späten Samstagabend: Der VfL Wolfsburg tritt um 20.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach an. „Eine attraktive Zeit“, findet Manager Jörg Schmadtke. Und für den VfL ist Saturday-Night-Bundesliga nichts Neues.

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Abendspiele sind mittlerweile in der Bundesliga normal, Samstagspiele die Regel. Aber Spiele am Samstagabend sind immer noch etwas Besonderes – auch für den VfL Wolfsburg, der am Samstag um 20.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach antritt. „Im Sommer ist die Anstoßzeit noch attraktiver als im Winter, aber insgesamt ist eine attraktive Zeit“, findet VfL-Manager Jörg Schmadtke. „Das Spiel ist zu einer Uhrzeit beendet, wo die Fans sich unter normalen Bedingungen anschließend noch in Feierlaune begeben...“

Gefeiert werden kann aktuell wegen Corona kaum – der größte Vorteil der „Saturday-Night-Bundesliga“ liegt woanders. Denn weil das Spiel am Freitag dafür wegfällt, haben die Nationalspieler einen Tag mehr zur Erholung. „Wenn sich wie jetzt die Abstellungsperioden verlängern, wäre das Freitagsspiel, das ohnehin problematisch war, noch problematischer“, so Schmadtke, „weil man die Nationalspieler direkt zum Spielort hätte hinführen müssen. Das kann nicht im Sinne des Wettbewerbs sein.“ Wegen der späten Anstoßzeit reist der VfL erst am Spieltag in den Westen – so machte er es schon in der vergangenen Saison bei den Spielen unter der Woche in Leverkusen und Gladbach.

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Spiele am Samstagabend sind ungewohnt, aber nichts Neues. In der Saison 2001/02 etwa wurde regelmäßig am Samstag nach der Tagesschau Bundesliga-Fußball gespielt – der VfL allerdings war nie dabei. Dafür durfte er später zweimal am Samstag zur Prime Time kicken, 2012 sogar am ersten Spieltag. Wegen der Europacup-Qualifikation hatte der VfB Stuttgart um eine Verlegung gebeten, der VfL lehnte ab – und man einigte sich auf Samstag, 20.45 Uhr als Anstoßzeit. Die Partie wurde dramatisch, in der vorletzten Minute hielt Diego Benaglio einen Elfer von Vedad Ibisevic (der dann den Nachschuss übers leere Tore setzte), im Gegenzug erzielte Bas Dost den 1:0-Siegtreffer.

2018 dann wurde am Osterwochenende das (Kar)freitag-Spiel nicht auf Gründonnerstag verlegt, sondern auf Samstagabend um 20.30 Uhr, der VfL kam bei Hertha BSC zu einem 0:0. Einziger Aufreger des Spiels: Josuha Guilavogui sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

Auch die nächste Abstellungsperiode im November (wieder mit drei Spielen) dauert einen Tag länger als üblich, deswegen wird es auch am achten Spieltag einen Partie am Samstagabend um 20.30 Uhr geben – das ist dann Hertha gegen Dortmund. VfL-Trainer Oliver Glasner mag die Anstoßzeit: „Ich finde das super – Primetime und hoffentlich schöne Samstagabend-Unterhaltung