01. Oktober 2020 / 13:57 Uhr

Saulius Tonkunas von der HSG Schaumburg Nord hofft vor dem Saisonstart auf Vertrauen

Saulius Tonkunas von der HSG Schaumburg Nord hofft vor dem Saisonstart auf Vertrauen

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
DKU_1561
Katharina Jahn ist für Saulius Tonkunas eine Gewinnerin der Vorbereitung und für das erste Spiel gesetzt. © Daniel Kultau
Anzeige

Die Handballerinnen der HSG Schaumburg Nord sind nach der langen Corona-Pause wieder gefordert. Zum Start der Saison spricht Neu-Trainer Saulius Tonkunas über die Vorbereitung.

Anzeige

Nachdem viele ihrer Sportart inzwischen wieder auf Wettkampfbasis nachgehen können, werden nun auch die Handballer von der Leine gelassen. Das bedeutet auch für die Oberliga-Damen der HSG Schaumburg Nord, dass es wieder auf die Platte geht. Der Startschuss fällt an diesem Sonntag um 17 Uhr bei der HSG Plesse-Hardenberg.

Anzeige

„Das ist eine gute Mannschaft, die vor einigen Jahren noch in der 3. Liga gespielt hat“, so Neu-Coach Saulius Tonkunas. „Wir fahren da aber nicht hin, um irgendwelche Geschenke zu verteilen.“ Der Litauer hatte die „Donnas“ zu dieser Saison von Nenad Pancic übernommen. Zuvor trainierte er zehn Jahre lange die Herrenmannschaft der HSG Exten-Rinteln. Eine Umstellung, mit der er aber gut zurechtgekommen ist. „Ich denke, dass die Mädels mich gut aufgenommen haben.“

Mehr zum Schaumburger Sport

Nach dem Pancic-Aus, er trainierte parallel noch eine Jugendmannschaft und wollte sich nun auf diese konzentrieren, kontaktierten die Spielerinnen den neuen Trainer. Nach einem Probetraining und dem anschließenden Gespräch mit dem Vorstand waren sich beide Seiten einig. It´s a Match!

Dass die HSG-Damen einen Trainer zum „vorspielen“ einladen zeigt, wie stark der Zusammenhalt im Team ist. Das hat auch Tonkunas schnell gemerkt. „Die sind auf und neben dem Platz eine Einheit und total eingespielt.“

Tonkunas hofft auf Vertrauen

Wenn die Automatismen so gut laufen, ist es für den Trainer eine Herausforderung diese aufzubrechen und seine Idee vom Spiel durchzusetzen. „Bis ich mein Konzept rüberbringen kann, kann es ein halbes Jahr dauern“, gibt Tonkunas zu bedenken, der sich jedoch sicher ist, dass seine neuen Spielerinnen ihm vertrauen. „Das ist wichtig für mich.“ Als Beispiel nennt er Spielerin Nathalie Renn, bei der er in der Vorbereitung den Offensivdrang etwas eindämmen musste. „Sie macht das super und glaubt an mich.“

Lücke schließen

In der abgebrochenen Spielzeit hatten sich die HSG-Damen nach einer schwierigen Hinrunde aus der Abstiegszone gekämpft und waren auf dem besten Weg, die Klasse aus eigener Kraft zu halten. Großen Anteil daran hatte Rechtsaußen Insa Pinkenburg, die mit 168 Toren in 20 Spielen so häufig traf, wie keine andere Spielerin der Liga. Häufig traf sie zweistellig, doch hinter ihr klaffte eine Lücke. Die zweitbesten Werferinnen kamen in der Regel auf 4-6 Treffer pro Spiel. Auch daran hat Tonkunas in der Vorbereitung gearbeitet. In den vielen Testspielen „hat das gut geklappt“. Da verteilten sich die Tore gleichmäßiger. „Aber wenn Insa 20 Tore pro Spiel wirft, haben wir da auch kein Problem mit.“

Zwei Spielerinnen sind gesetzt

Thea Reinkens hat die Mannschaft verlassen. die halbrechte Linkshänderin war die zweitbeste HSG-Werferin der vergangenen Saison und wird der Mannschaft fehlen. „Schade, dass ich sie nicht überzeugen konnte“, so Tonkunas. In ihre Rolle soll Routinierin Katharina Jahn schlüpfen. „Sie macht das gut und ist topfit“, lobt sie ihr Trainer. „Sie ist eine kleine Gewinnerin der Vorbereitung und mit Insa für das erste Spiel gesetzt.“ Dahinter beginnt das rege Treiben für die weiteren Plätze, an denen sich auch Aileen Pfaffe beteiligen wird. Trotz ihres Studiums in Oldenburg wird sie einige Spiele für die HSG bestreiten können.

Wofür das am Ende mit einem kleinen Kader reicht („Für die Oberliga hart“), kann der neue Coach noch nicht einschätzen. „Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen und nicht absteigen.“